Das Google Spiel 
2 Resultate für
rucksackreisen ist...
Bei Trekking Touren / Rucksackreisen ist ein wichtiger Bestandteil die Qualität der Ausrüstung.
www.travelfreak.de/Html/Reiseservice/reiseservice.htm
"Rucksackreisen ist eine Sache der Mittelschicht".
buerger.metropolis.de/thailand-revue/
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9 Resultate für backpacking ist...
Backpacking ist das Reisen mit dem Rucksack.
www.sinoz.de/de/australien/australien.htm
Backpacking ist die neudeutsche Bezeichung für das Rucksackreisen.
www.bnmsp.de/home/willi.beetz/backpacking.html
Backpacking ist auch wichtig.
sexyhexy93.uboot.com/
Backpacking ist für mich die billigste und beste Alternative zu Reisen.
www.geoguru.de/mattes.html
Backpacking ist zumeist ein westliches Phänomenen.
www.hausarbeiten.de/faecher/tou_4.html
Glaubt blos nicht Backpacking ist erholsam.
www.freiwieeinvogel.de/gaestebuch/
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ca 5000 Resultate für backpacking is...
BACKPACKING IS VERY EXHILARATING IN FLORENCE.
english.firenze.net/groups/7/45/artI194974.html
Backpacking
is like life: with solitude and teamwork.
www.collegian.psu.edu/archive/1997/ 04/04-09-97tdc/04-09-97d07-004.htm
backpacking.is.it
www.backpackingisit.com/
Backpacking is fun!
http://design.lbl.gov/~karcher/backpacking.html
Backpacking is rarely about destination. [...] Backpacking is, and always will be, about
process; an internal dialog whose rewards are not at first obvious. Backpacking is a head
trip - all of it really happens between the ears. [...] One year we coined the phrase
"backpacking is housekeeping without the benefit of a house." [...] Backpacking is really
the only opportunity I have to get completely outside the requirements of my day-to-day
existence.
www-personal.umich.edu/~mrwizard/bkp/bkpproc.html
Backpacking is a great way to meet new people and make new friends.
http://nwihbc.tripod.com/
Backpacking is stomping through mud so thick that you can lose your boot, bothered by
mosquitoes and gnats that it seems figure you are the only thing in the forest worth chasing
after (and called in all their friends and relatives to join the dinner party). [...]
Backpacking is a lot like life - a potential for incredible good and beauty, but to reach
it you have to put up with some hard work, some suffering and endurance.
http://www.wildernessbackpacker.com/WB/pagesNonIE/articlesNonIE/wb020901a.html
backpacking is for chumps
http://home.apu.edu/~gojogo/photo/backpacking.htm
backpacking is a good way for people to get out and enjoy nature.
www.dailyegyptian.com/spring96/050296/backpacking.html
Backcountry backpacking is one of the most fulfilling outdoor adventure sports there is.
www.gortexspex.com/backpacking.html
Backpacking is a way of going anywhere, anytime. Backpacking
is the cheapest and the only way to get to some places.
www.memphisgeology.org/947_bkpk1.html
Backpacking is especially dangerous for children,
and they require close supervision.
members.aol.com/MarvWelte/disclaim.html
ALWAYS REMEMBER THAT BACKPACKING IS FOR EVERYONE AND THE WILDERNESS IS OUR PLACE
TO GET AWAY AND BE FREE.
www.geocities.com/iluvbackpacking/
Solo backpacking is the ultimate enjoyment in my relationship
with the outdoors, but I love walking and camping in any shape or form.
www.tonsha.uklinux.net/backpack.html
Backpacking is traditionally associated with hordes of fresh faced youngsters who, being
short of the requisite funds to aspire to the comforts of packaged tours and sterile hotels
of the JETSET crowd, set forth for the obscurest destinations with little more than a pack
on the back, a bedroll and sleeping bag and a determination to the see the world as it really
is.
www.cyber-adventures.com/asia.htm
Backpacking is a fantastic way to discover the world and its wonders
at a low cost.
www.travel-insurance.uk.co/ travel-insurance-uk-backpacking.htm
Backpacking is low-budget, independent, see-the-world, off-the-beaten-track
travelling.
dmoz.org/Recreation/Travel/Specialty_Travel/desc.html
Backpacking is hiking while carrying a backpack!
www.pickatrail.com/jupiter/activities/ backpacking/backpacking.html
Backpacking is that sport that you do outdoors over more than one day, away from automobiles,
boats, bicycles, horses and roads, that isn't skiing or mountain climbing. Backpacking is
the sport that lets you go three or four days without shaving or taking a bath.
Backpacking is the sport that lets you get to places very few people go, see things very few
people see.
http://users.aol.com/gburch1/bpack01.html
Backpacking is the name given to a certain type of traveller, you no longer need a backpack,
to be a backpacker.
http://www.nzbackpack.com/
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Meine Definition 
Wie man ja an den Google-Suchresultaten oben sieht, ist "Backpacking" bzw "Rucksackreisen"
kein ganz eindeutiger Begriff - manch einer versteht darunter schlicht das mehrtägige "Trekking"
durch Wald, Wiesen, Sumpf und Gebirge, mit nichts dabei außer einem Rucksack, Zelt,
Schlafsack und Kochutensilien. Andere brauchen prinzipiell nicht mal einen Hauch von Natur
rundherum, geschweigedenn ein Zelt, um das Gefühl zu haben, dass sie gerade "Backpacking"
machen. Anscheinend braucht's nicht mal mehr einen Rucksack, um "Backpacking" zu betreiben:
"Backpacking is the name given to a certain type of traveller, you no longer need a backpack,
to be a backpacker." (http://www.nzbackpack.com/)
Was man an den Suchresultaten auch noch ausmachen kann, ist ein gewisser Mangel an deutschen
Seiten... mit anderen Worten: Backpacking als Urlaubsform ist in Deutschland längst noch nicht
so etabliert, wie in manchen anderen (westlichen) Ländern. Als Besuchsland jedoch ist
Deutschland in Backpackerkreisen durchaus gefragt, allerdings natürlich nur in Teilen
(Oktoberfest, das Rheintal, ach, Bacharach ist ja wohl das süßeste deutsche Städtchen
das man je sah, Berlin, Köln, Rothenburg...).
Es ist allerdings auch nicht wirklich verwunderlich, dass es so wenige deutsche, bzw generell
europäisch stämmige Backpacker zu geben scheint (zumindest solche mit Reiseziel Europa),
denn das Reisen in Europa ansich ist ja kein Akt, man nimmt halt einfach das nächste Flugzeug,
fliegt für ein paar läppische Kröten mal eben rüber ins warme Italien, ins kalte Lappland,
ins nasse Großbritannien, oder sonstwohin, und nach ein/zwei Wochen kommt man, hoffentlich
gut erholt, wieder nach Haus zurück. Wenn man aber mit dem Problem konfrontiert ist, dass
allein der Flug nach Europa ungefähr so viel kostet, wie für uns Europäer ein zweiwöchiger
Urlaub "nebenan", dann überlegt man sich schon eher dreimal, wie man diesen Preis wohl
rechtfertigen kann. Und das geht zum Beispiel ganz gut, indem man so lange spart, dass man
noch genügend Geld übrig hat, um gleich für ein paar Monate auf Reisen zu gehen - vorausgesetzt
natürlich, man lebt auf dieser Reise bescheiden, meidet Hotels, meidet Restaurants,
"Touristenfallen" und teure Verkehrsmittel. Viel mitschleppen kann man auch unmöglich,
denn man möchte ja möglichst ganz Europa durchqueren, und mit einem Koffer ist das einfach
nur nervig. Also schafft man sich einen netten, großen Rucksack an, und los geht's - somit
ist man also ziemlich offiziell ein Backpacker.
Was allerdings ein Backpacker aus Prinzip ist, der wird sich mit einer solch oberflächlichen
Definition nicht zufrieden geben - als "echter" Backpacker hat man sich nicht nur von Hotels,
Restaurants und Touristenfallen fernzuhalten, sondern auch von Reisegruppen jeglicher Art
(obwohl es ja mittlerweile viele ausgesprochene "Backpacker"-Touren gibt), man hat sich
möglichst intensiv an die "Eingeborenen" ranzuschmeißen, z.B. durch das Fahren per Anhalter,
durch das Übernachten bei Einheimischen (nicht B&B), durch das Besuchen von Kneipen "off the
beaten path", man hat sich gefälligst über die lokale Geschichte zu informieren, über lokale
Gepflogenheiten, über die Schäden, die "normaler" Tourismus in der Gegend anrichtet... nach
Möglichkeit sollte man auch noch den gewöhnlichen Weg eines Flugpassagiers meiden, d.h. am
coolsten ist man als Backpacker, wenn man fünf Nächte umsonst in einem Hotel in Singapur
verbracht hat, weil man freiwillig auf seinen Platz in einem überbuchten Flieger verzichtet
hat. Selbstredend hat man dafür auch den Flug sehr viel billiger bekommen.
Nicht zu verachten ist es auch, wenn man in den argentinischen Slums mal fast verhaftet worden
wäre, in Afrika vor einer kriminellen Gang fliehen musste, in Edinburgh als Kellnerin gejobbt
hat, oder in Skandinavien auf einer Rentier-Farm die Ställe ausgemistet hat.
Kurz gesagt, was so ein echter Backpacker sein will, ist interessiert, spontan, flexibel,
ein Luxus- und Mainstream-Verächter, gerne "zivilisationsmüde", offen für Neues und
vorzugsweise ständig in abgefahrene Abenteuer verstrickt.
Soweit so gut. Kann einem aber auch auf die Nerven gehen, wenn ein echter Backpacker
sich grundsätzlich für viel besser als all die "dummen Pauschal-Touristen" hält, und vor
allem dann, wenn er zwar das Backpacking-Einmaleins predigt, aber tatsächlich dann nur total
stoned in irgendeiner Palmblatthütte rumliegt, und die Töchter (oder Söhne) der Einheimischen
vernascht. Hauptsache nicht "den normalen Weg" gehen. Siehe auch z.B. "The Beach - Der Strand"
von Alex Garland, Emily Barrs "Backpack" oder "Return to Paradise - Für das Leben eines
Freundes" mit Joaquin Phoenix. (Mehr dazu weiter unten unter Literatur etc)
Zitat aus: http://buerger.metropolis.de/thailand-revue/:
FARANG KEE NOK - ausländische Vogelscheiße nennen manche Thailänder die Rucksackreisenden.
Reiche weiße Mittelstandskinder, die so tun, als wären sie arm. Enthemmte, die halbnackt
durch die Straßen stampfen und es im Drogenrausch an den Stränden treiben. Für Seree
Wangpaitchir vom thailändischen Fremdenverkehrsamt jedoch sind die Backpacker von heute
die "Geschäftsführer von morgen". "Sie bleiben im Durchschnitt länger in Thailand als
andere Touristen, geben mehr Geld aus, sind rücksichtsvoller gegenüber unserer Kultur.
Sie übernachten in kleinen Gästehäusern, essen in Garküchen. Das schafft Arbeitsplätze
dort, wo sie wirklich gebraucht werden." Über drei Millionen Touristen im Alter zwischen
15 und 34 Jahren kommen jährlich in das Land, für das auch "The Beach"-Produzent Andrew
Macdonald mit seinem Film die Werbetrommel rührt: "In Thailand ist das Paradies noch möglich."
Für solcherlei Exzesse werden gerne süd-ost-asiatische, "zivilisationsferne" Länder
missbraucht. Was aber natürlich
nicht heißt, dass automatisch jeder Backpacker
in dieser Gegend so drauf ist. Für mich persönlich sind die betreffenden Länder allerdings
als Reiseziele nicht sehr verlockend, teilweise weil mich das Klima wahrscheinlich
plattmachen würde, und teilweise eben wegen des obengenannten Problems: Man fällt ja nun
doch so oder so als reicher Tourist auf, bzw, wenn man schon nach dem heimatlichen Standard
nicht wirklich als "reich" zu bezeichnen ist, so hat man doch zumindest schon mal eine ganze
Menge mehr Geld zur Verfügung, als der durchschnittliche Einheimische - was sich schon an
der Tatsache niederschlägt, dass man es überhaupt vom heimatlichen Flughafen zum weit
entfernten Zielflughafen geschafft hat. Nicht, dass ich mir das momentan überhaupt leisten
könnte, selbst wenn ich wollte.......
Nuja, was aber versteh denn ich nun unter "Backpacking"? Bzw, wieso bin ich der
Meinung, dass das was ich tue, Backpacking ist?
Prinzipiell bekenne ich mich zu keiner der extremen Definitionen, d.h., ich sehe
Backpacking weder rigoros als "Trekking" (denn so nenne ich diese Form des Backpacking),
noch als einen Weg zu reisen wie es möglichst kein anderer tut. Genauso wenig bekenne ich
mich aber zu den "Pauschal-Touristen" - mit einer Woche Hotel-Swimming Pool-Strand Urlaub
kann ich praktisch nix anfangen.
Für mich ist Backpacking einfach die Art, wie ich am liebsten reise - klingt jetzt
vielleicht irgendwie unlogisch als Definition, aber abwarten... meine Grundeinstellung ist
sowieso: Nur weil man etwas Bestimmtes mag, muss man ja nicht nötigerweise alles Andere
hassen. Man bemüht sich dann halt bloß, dass Bevorzugte zu kriegen, sofern möglich.
Eigentlich fängt mein perfekter Backpacking-Trip mit einer Bus- oder Bahnfahrt an, aber
wenn ich zufällig mal aufs Flugzeug zurückgreifen muss, ändert das nichts an der Tatsache,
dass ich Backpacking mache. Funktioniert aber genauso gut andersrum - nur weil ich mit dem
Bus anreise, muss ich noch lange nicht Backpacking machen. Die Art der Anreise ist schon
wichtig für mich, aber nicht alles entscheidend.
Spannend wird es erst vor Ort - seit 1997 habe ich fast nur noch Rucksackreisen betrieben,
bis auf eine krasse Ausnahme: ich fuhr mit meinen Eltern auf einer echten Pauschal-Touristen
Bustour fuer eine Woche nach Italien. Zum ersten Mal in einem Hotel, zum ersten Mal
Wassertemperaturen über "schweinekalt". Was nun hat diesen Urlaub von einem Backpacking-Trip
unterschieden?
1. Ich war immer von den gleichen Leuten umgeben, immer nur von Deutschen (außer in
Geschäften, Restaurants etc), die Reiseleitung war Deutsch, und ich hätte die Einheimischen
prinzipiell auch vollkommen ignorieren können, so wenig war ich in das lokale Alltagsleben
eingebunden.
2. Ich musste nichts organisieren, keinen Transport, kein Essen, kein Bett für die nächste
Nacht, kein Unterhaltungsprogramm.
3. Ich musste mir nicht mein Zimmer mit wildfremden, unverständlich daherredenden
Fremden teilen.
4. Wann immer wir irgendwelche Ausflüge machten, konnte man mir auf 100 Meter ansehen,
dass ich gerade im Urlaub bin. Schon allein deshalb, weil ich inmitten einer Reisegruppe
durch die Gegend geführt wurde.
5. Alles war immer pikobello, der Strand traumhaft weiß, aber leider kostenpflichtig
(nicht mal seine Klamotten durfte man da hinlegen, ohne bezahlt zu haben), die Touristen
der verschiedenen Nationen fein säuberlich auf verschiedene Orte oder Ortsteile verteilt...
Beim Backpacking ist das alles anders, da muss man selber schauen, dass man von einem
Ort zum anderen kommt. Auto, würde ich mal sagen, gilt nicht wirklich, wenn man "richtig"
;oP backpacken will, ist einfach zuviel alltäglicher Luxus und grenzt zu sehr von anderen
Reisenden ab. Außerdem bekommt man als Autofahrer seinen Rucksack (oder sonstiges Gepäck)
ja so gut wie nie zu spüren. Als Backpacker "muss" man aus dem Rucksack leben, nicht aus
dem Autokofferraum...
Fahrrad hingegen ist absolut o.k. - wenn man dann allerdings mit dem Zelt unterwegs ist und
immer nur irgendwo in der Wildnis übernachtet, ohne je einen anderen Reisenden zu treffen,
ist das wohl eher ein Campingtrip als eine Rucksackreise. Ein Hauptbestandteil dieser
Reiseart ist ja schließlich der Kontakt mit fremden Menschen (idealerweise die Begegnung
mit Gleichgesinnten Reiselustigen aus aller Welt).
Schon von daher finde ich persönlich Backpacker-Touren klasse. Viele Backpacker lehnen
organisierte Touren zwar von vornherein ab, weil sie ja eben organisiert und somit die
Reise nicht mehr individuell im Sinne des Backpacker Einmaleins ist, aber es existiert
dennoch ein deutlicher Unterschied zu "normalen" Busreisen, wie man sie im Reisebüro buchen
kann. Womit wir schon beim ersten Unterschied wären: Die wenigsten Reisebüros können mit
dem Begriff "Backpacker-Busreise" etwas anfangen, geschweigedenn eine solche Busreise buchen.
Eigeninitiative ist gefragt - entweder man bucht online (wozu man meist eine Kreditkarte
benötigt), oder man bucht direkt vor Ort im Büro des Reiseveranstalters.
Ein weiterer wichtiger Unterschied ist, dass die Busfahrer und Reiseleiter meistens
Einheimische sind (zumindest bei den lokalen Unternehmen, die ihre Touren nur auf ein
Land beschränken - es gibt auch Touren, die innerhalb von zwei Wochen fünf Länder abdecken.
Inwieweit man dabei das Land kennenlernt ist die große Frage...). Dazu kommt noch, dass
sie normalerweise darauf pochen, dass die Gruppe auch brav ein Gruppengefühl entwickelt.
Nichts für Leute, die stur aus dem Fenster schauen und die Klappe halten wollen.
Da muss man sich einzeln vorstellen, teilt sich die Zimmer mit seinen Tourpartnern
(man darf aber auch eigenmächtig für Unterkunft in Hotels oder B&B's sorgen), wird
eventuell mal aufgefordert, nach Männlein und Weiblein getrennt "Summer Loving" aus
"Grease" mitzuschmettern (sehr spaßig) und überhaupt gibt's auf solchen Touren
meistens gewisse, immer wieder gespielte Kultlieder. Und, wenn's ein guter Tourleiter
ist, muss man auch immer mal wieder in bizarren Ritualen aktiv werden, um beispielsweise
Schottlands Feen zu besänftigen, oder um sich zum aktuellen Hochkönig krönen zu lassen.
Und, nicht zu vergessen, bei Bedarf wird abends heftig gesoffen und getratscht.
Auf manchen Touren mehr, auf anderen weniger. Dementsprechend genießen manche
Veranstalter einen gewissen Ruf (ob gut oder schlecht ist Interpretationssache).
Das meiner Meinung nach beste Mittel der Fortbewegung für Backpacker ist allerdings
der öffentliche Personenverkehr. Wie besser könnte man ein Land und seine Leute
kennenlernen, als sich mit den Feinheiten von ganz alltäglichen Bus- und Bahnfahrplänen
rumzuschlagen, und sich das Vehikel mit Einheimischen *und* anderen Reisenden zu
teilen?
Bus und Bahn sorgen zudem immer wieder für mehr oder minder angenehme Überraschungen
und Herausforderungen. Angenehm zum Beispiel die zufällige Entdeckung eines ganz
entzückenden Kaffs mitten auf der Strecke, von dem man sonst nie erfahren hätte.
Unangenehm (eventuell) solche Dinge wie Verspätungen, chaotische Überfüllung oder
Fehler in der Handhabung (wie jetzt, dieser Waggon fährt woandershin als der Rest
des Zugs?!?!?).
Definitiv was für Abenteuerlustige.
Wer's noch abenteuerlicher und riskanter mag, der soll ruhig per Anhalter fahren.
Ich allerdings trau mich das nicht...
Aber genug zum Thema Transport, kommen wir wieder zu all den anderen Dingen,
die einen Backpackingtrip von einem Pauschalurlaub unterscheiden:
Man muss Telefonate, womöglich gar in fremder Sprache, führen, wenn man die
erste Nacht am nächsten Ziel nicht irgendwo im Freien verbringen möchte (was aber
übrigens auch ein ganz hervorragendes Backpacker-Abenteuer abgibt).
Man muss sich in *echte* Supermärkte wagen, und dort die lokalen Nahrungsangebote
nutzen, wenn man nicht irgendwann verhungern oder pleite gehen will.
Man muss auf alles und jeden gefasst sein, wenn man sich im Schlafsaal eines Hostels
einbucht.
Man muss gelegentlich vollkommen auf Waschmaschine und Trockner verzichten können,
und stattdessen Waschbecken und provisorische Wäscheleinen nutzen.
Man muss sich mit Unterkünften verschiedenster qualitativer Ausprägung anfreunden,
und gelegentlich auch mal Dreck, fragwürdige sanitäre Anlagen und eine unangenehme
Geräuschkulisse ertragen können.
Man kann (wenn man sich nicht augenfällig von der einheimischen Bevölkerung
unterscheidet), völlig mit der Umgebung verschmelzen, denn die meisten Hostels
(wenn sie nicht mitten in der Pampa sind) liegen im Stadtkern einer ganz normalen
Stadt, in der keine nach Nationalitäten abgegrenzten Hotelblöcke nebeneinander
stehen. Man kann neue Leute aus aller Welt treffen, sich in den verschiedensten
Sprachen und mit Händen und Füßen verständigen - selbst das Hostelpersonal schnackt
manchmal gern (wer wurde schon mal in einem Hotel kumpelhaft angelabert, wenn er
da nicht gerade Stammgast ist, und dem Hotelpersonal die kumpelhafte Art ausdrücklich
erlaubt hat?).
Backpacking ist einfach eine aktivere Art zu reisen. Und so mag ich das. Obwohl
natürlich der Italienurlaub auch was für sich hatte... nur nicht auf Dauer.
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