Autor: Susan Dexter
Deutscher Titel: Die Hexenprinzessin, Die Windhexe, Der wahre Ritter
Originaltitel: The Prince of Ill Luck, The Wind-Witch, The True Knight
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Stichworte: Humor, Drama, magisches Pferd, Liebe, Bewältigung von Aufgaben und Problemen, einander Kennenlernen, dunkle Geheimnisse, Königreich, magische Fähigkeiten, Feinde
 
Mein Lieblingssatz: Am Fuße des zweiten Hügels blieb sein linker Stiefel in einem Grasbüschel hängen, und er fiel kopfüber in ein besonders nasses Sumpfloch. (aus: Die Hexenprinzessin)

DIE HEXENPRINZESSIN:
Dieses Buch hab ich in einer einzigen langen Nacht verschlungen.
Es ist durchweg schön spannend - man weiß wirklich nicht, was als nächstes kommt (mal abgesehen von der Gewissheit, das Leith sich bald mal wieder irgendwo den Kopf stoßen wird oder vom Pferd fällt). Selbst das Ende ist so nicht eindeutig voraussehbar, immer schwankt man ein bisschen zwischen Hoffen und Bangen, genau wie Leith und Kess (mit denen man im übrigen sowieso meist sehr gut mitfühlen kann).
Leith' andauerndes Pech ist witzig und mitleiderregend zugleich (man möchte den armen Kerl am liebsten tröstend in den Arm nehmen, besonders, wenn Kess ihm in seiner Niedergeschlagenheit mal wieder die kalte Schulter zeigt), keinesfalls aber wirkt es lächerlich wie in einer Slapstickkomödie, zumal er ja nebenher auch heldenmäßig einiges leistet. Er ist also keine totale Tröte.
Kessallias fiese, egoistische Art ging mir manchmal regelrecht gegen den Strich, aber was soll's, das Mädel ist mitten in der Pubertät - und dann hat sie ja auch ab und zu ihre menschlichen Phasen...
Die Geschichte ist recht abwechslungsreich. Ist ja auch kein Wunder, denn was bieten ewiges Pech und eine zwei- bzw dreisame Reise durch die Wildnis (man vergesse nicht das Pferd) nicht alles für gestalterische Möglichkeiten? War 'ne gute Idee, Susan Dexter!
 
DIE WINDHEXE:
Auch sehr gelungen!
"Die Windhexe" ist eine Art Fortsetzung des Romans "Die Hexenprinzessin". Die Hauptrollen spielen diesmal Kessalias' und Leith' Enkelin Druyan und der melancholische Zauberer Kellis. Die armen Männer, die haben bei Susan Dexter immer schwer an ihrem Schicksal zu tragen...
Jedenfalls gerät hier der "Pirat" Kellis, der sich den Piraten eigentlich nur angeschlossen hatte, um über's Meer zu kommen, während eines Überfalls seiner Bande auf Druyans Hof in Gefangenschaft. Da Druyans Mann tot ist, und alle anderen Männer für das Heer des Herzogs eingezogen wurden, sieht sich Druyan gezwungen, Kellis zu einem Mitarbeiter zu machen, denn sie will auf gar keinen Fall zu einer erneuten Heirat gezwungen werden oder gar den Hof verlieren! Um rechtmäßige Besitzerin des Hofes zu werden, muss sie es schaffen ein Jahr und einen Tag lang pünktlich ihre Abgaben zu machen - und wenn möglich sollte so bald keiner etwas vom Tod ihres Mannes erfahren.
Kellis hilft ihr nach Leibeskräften, doch schon bald machen ihnen wieder Piraten zu schaffen. Zum Glück kann Kellis Druyan dank einer hellseherischen Vision rechtzeitig warnen - die Piraten werden in die Flucht geschlagen, und auf einmal hat Druyan diese Idee, man könne doch Kellis' Fähigkeiten nutzen, um auch den anderen Bewohner der Küste rechtzeitig Bescheid zu sagen... Damit ist Kellis aus diversen Gründen (unter anderem Kopfschmerzen) nicht ganz einverstanden, aber schließlich willigt er doch ein. Und Druyan lässt es sich nicht nehmen, selber Hand im Kampf anzulegen, was bei Kellis einen intensiven Beschützerinstinkt weckt, und hier kommt dann sein nettes kleines Geheimnis ins Spiel.
Wieder einmal ist das Buch von Anfang bis Ende spannend, obwohl diesmal das Ende ab einem gewissen Zeitpunkt doch ziemlich vorhersehbar ist. Aber das macht nichts, es ist ja ein ausgesprochen Schönes! ;0)
 
DER WAHRE RITTER:
Tja, von den drei Büchern dieser "Serie" würde ich sagen, liegt dieses an dritter Stelle. Trotzdem ist es gut. Es ist nur nicht so witzig. Genaugenommen ist es eher ziemlich traurig.
Auf Wren lastet der unergründliche Schatten ihrer Vergangenheit - sie kann sich nicht erinnern, wer sie ist, wo sie herkommt, was sie getan hat, bevor sie irgendwie die Gestalt eines Otters annahm, der nur durch Zufall vom Zauberer Galvin an Land gezogen wurde, woraufhin sich Wren sofort wieder in sich selbst zurückverwandelte.
Und nicht nur kann sie sich nicht erinnern, sie kann es noch nicht einmal ansatzweise verarbeiten, weil sie nicht weinen kann. Und was ihr widerfahren ist, war wahrlich traumatisch.
Leider leider kann ich mich gar nicht mehr so richtig an irgendwelche Höhepunkte erinnern, denn es ist jetzt ja doch wieder ein Weilchen her, dass ich es gelesen habe. Wiegesagt, es ist nicht ganz so gut wie die beiden vorangegangenen Romane - sonst wäre wohl auch mehr hängengeblieben. Vielleicht war ich auch ein kleines bisschen enttäuscht, dass keiner der Charaktere irgendwie mit Kessalia und Leith oder Druyan und Kellis verwandt ist. Lediglich Valadan ist der gleiche geblieben, wenn auch anfangs in seiner Freiheit etwas eingeschränkt...


 
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