Hostel -Wegweiser für Irland
In Irland, wie auch in den meisten anderen beliebten Rucksack-Reiseländern, gibt es zwei, bzw drei Arten von Hostels - das sind einmal die auch in Deutschland wohlbekannten Jugendherbergen, die ganz DJH-mäßig dem Dachverband der
International Youth Hostel Federation unterstehen. Diese Hostels werden in Irland
An Óige genannt, was Gälisch ist, und in etwa "die Jugend" bedeutet. Es gibt natürlich auch eine eigene Homepage für die
Irish Youth Hostel Association.
Ich persönlich bevorzuge allerdings ganz klar die Independent Backpacker Hostels - für Familien und Schulklassen mögen An Óige-Herbergen besser geeignet sein, aber für den individuellen Rucksackreisenden bieten Backpacker-Hostels viele Vorteile. Die da wären:
- Die Hostels sind meist durchgehend geöffnet (abgesehen von manchen Reinemach-Zimmerverboten),
also ideal für Nachtschwärmer...
- Man braucht keinen JuHe- oder sonstigen Mitgliedsausweis
- Das Alter der Gäste ist egal
- Die IHH-Hostels (Independent Holiday Hostels, dazu gleich mehr) werden ständig auf Qualität
kontrolliert (zumindest behaupten sie das)
- Alle IHH-Hostels arbeiten zusammen, man kann also "verlangen", dass der oder die aktuelle
Rezeptionist/in im nächsten Hostel anruft, und die Vorbuchung übernimmt (UNBEDINGT IMMER
VORBUCHEN!!!!)
- Schulklassen und plärrende Kleinkinder begegnen einem in Backpacker-Hostels eher selten.
- Vielleicht nicht unbedingt als Vorteil zu sehen, aber es verdient eine Nennung: Im
Gegensatz zu den streng nach Geschlechtern getrennten Zimmern (oder Hausflügeln...) der
An Óige-Herbergen, kann es einem/einer in Backpacker-Hostels schon mal passieren, dass man mit
Vertretern des anderen Geschlechts auf einem Zimmer haust. Oder sich den Waschraum teilt. Ihr
seid gewarnt.
Bei den Independent Hostels gibt es aber nun auch wieder eine Unterteilung - die meisten
Hostels gehören dem IHH-Verbund an, also dem Verband der
Independent Holiday Hostels of Ireland.
Dadurch unterliegen sie wie schon gesagt auch einer Qualitätskontrolle. Eine kostenlose Liste
aller Mitglieder liegt in allen Hostels und an sonstigen Backpacker-Treffpunkten aus. Außerdem
sind sie auch alle auf der IHH-Homepage vermerkt. Und auch hier bei mir (etwas weiter unten)
:oD Nur, bei mir bekommt ihr nicht nur die technischen Daten, sondern teilweise auch noch
persönliche Beschreibungen präsentiert.
Noch dazu liste ich nicht nur die IHH-Hostels, sondern auch nicht dem Verband angehörige
(also sozusagen Independent Independent Hostels), die ich aber aus eigener Erfahrung
als gut einstufe. Allerdings bitte ich zu beachten, dass diese Erfahrungen zuletzt 1997
gemacht wurden, und auch bisher nur schlappe 13 Hostels betreffen...
Listen der Independent Backpacker Hostels

Bei der Auflistung habe ich die Preise weggelassen, denn man kriegt sowieso nie, was man
wirklich will. Am besten man sagt einfach bei jeder Vorbuchung, dass man das billigst-mögliche
Bett haben will, und ansonsten suche man sich die Hostels mit Gratisfrühstück aus :) Das ist
immer gut.
Und nun noch eine kleine "Legende":
a =Gratisfrühstück :)
b =Essen auf Bestellung
c =Familienräume vorhanden
d =Campingmöglichkeit + Benutzen der Einrichtungen
e =Waschmaschinen vorhanden
f =Abholservice von der nächstens Stadt
g =Fahrradverleih
h =Rollstuhlfahrerfreundlich
i =Bettwäsche im Preis eingeschlossen
j =Sperrstundenregelung (wo das denn?)
oay =open all year
Hostels nach Counties geordnet: 
- Dublin, Wicklow, Carlow, Kilkenny, Wexford, Waterford, Laois, Tipperary, Cork
- Kerry, Limerick, Clare
- Offaly, Galway, Mayo, Leitrim
- Sligo, Donegal, Tyrone, Derry, Antrim, Louth, Meath, Westmeath
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Ausflugstipps 
Ring of Beara vs Ring of Kerry,
Dublin,
Killarney,
Connemara: Oughterard, Clifden, Lough Corrib + Cong, The Quiet Man,
Glengarriff + waldig-exotische Umgebung,
Rock of Cashel,
Glendalough,
Aran Islands
Zunächst mal möchte ich allen Individualisten ans Herz legen, lieber den
RING OF BEARA anzuvisieren als den
RING OF KERRY, denn die Beara Peninsula ist einsamer
und mindestens genauso schön.
(Bilder)
Es fahren dort keinerlei Reisebusse, da die Straßen zu schmal sind (ideal für Radfahrer also),
wohingegen man auf dem Ring of Kerry den Bussen kaum noch entkommen kann. Zudem liegt mein
Lieblingshostel, das Garranes Hostel am Ring of Beara.
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Unbedingt sehens- und erlebenswert ist auch DUBLIN -
dort ist zwar das Übernachten etwas teurer, aber es lohnt sich trotzdem. Vor allem, wenn man
das Kreuz auf sich nimmt, noch ein paar Pfund mehr zu berappen, und mitten im Kneipen- und
Szeneviertel TEMPLE BAR nächtigt.
Dort kann man dann entweder einfach nur exzessiven Pubbesuchen frönen, oder bei schönem
Wetter mit all den Leuten (!!!) auf der Straße rumhängen oder eine der angebotenen
Touristentouren machen, die da heißen
Musical Pub Crawl bzw
Literary Pub Crawl. Kosten
etwa 10 Euro (whoohoo! Ausnahmsweise mal keine Preissteigerung!) und machen Spaß. Wenn man
sich für die angebotenen Themen interessiert.
Steht man mehr auf Grusel oder Geschichte, dann sollte man sich
DUBLIN CASTLE (für Geschichte) und
ST MICHAN'S CHURCH (für Mumiengrusel) nicht entgehen
lassen.
Dublin Castle ist wirklich sehr interessant (unbedingt eine Führung mitmachen!), voller
beeindruckender Räumlichkeiten mit teilweise krassen Farbzusammenstellungen (rote Tapeten,
rosa Teppich und türkise Sesselchen...), und die Grabgewölbe in der St Michan's Church können
einem auch einen Schauer über den Rücken jagen. Ich kann nur für Euch hoffen, dass Ihr
denselben Führer habt, wie wir ihn hatten. Der Kerl war genial! Außerdem kann man da ein sehr
beeindruckendes Stück Schnitzkunst betrachten - ein Ensemble von einem Dutzend (oder mehr)
Instrumenten geschnitzt aus EINEM Stück Holz!
Vermutlich wäre auch die Universität interessant, aber ich hab sie leider noch nicht von
innen gesehen. Ganz zu schweigen von den tausend anderen tollen Dingen, die's in Dublin zu
besichtigen gibt...
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Nun geh ich mal einfach die STÄDTE durch, in denen ich so war:
KILLARNEY - hier lohnt sich (bei schönem Wetter wenigstens)
ganz sicher die Bootsfahrt von Ross Castle zum GAP OF DUNLOE.
Einfach wunderschön!
(Bild)
Am Zielpunkt angelangt kann man entweder zurück wandern oder radfahren (ist aber keine ganz
kleine Strecke, und sehr, sehr bergig!!)
(Bilder),
man kann sich aber wohl auch mit den Booten wieder zurückkutschieren lassen. Was aber keiner
macht. Schließlich wollen ja wohl alle zum LADIES' VIEW,
der da ganz in der Nähe liegt (aber an einem furchtbar steilen Berg auch...).
Achtung, wenn man mit dem Fahrrad von Killarney weiter runter in den Süden fährt (sprich, zum
Ring of Kerry oder weiter), dann kommt man ganz automatisch am Ladies' View vorbei. Man kann
sich die Trampelei also einmal sparen, wenn man abwartet. Außerdem fand ich diesen Ausblick
gar nicht soooo spektakulär. Lag aber wohl am eher trüben Wetter und an den furchtbar vielen
Touristen, die da rumhängen.
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OUGHTERARD - Dieses Dörfchen liegt am Rand von Connemara.
Ein guter Ausgangspunkt. In der Nähe liegen auch eine Burg (Aughnanure Castle aus dem 15.
Jahrhundert) und ein Wasserfall, die wohl ziemlich interessant sein sollen, aber wir konnten
sie uns leider nicht ansehen.
Oughterard ist außerdem umgeben von Golfplätzen, und in
der Nähe liegt der LOUGH CORRIB, auf dem man (bei wenig Wind)
Kanufahren kann, wahrscheinlich auch
Angeln und, wenn man unbedingt erfrieren will, auch
Schwimmen. Außerdem kann man mit kleinen Fähren über
den See nach CONG fahren. Unterwegs besichtigt man noch
die Insel Inchagoill, auf der St Patrick persönlich einen Grabstein für seinen Neffen
aufgestellt hat. Schöner Wald auf der Insel! Lohnt sich! Vor allem auch, weil das
SCHLOSSHOTEL in Cong schon recht beeindruckend ist
(da müsste man mal wohnen!).
(Bild)
Es heißt Ashford Castle und war mal der Familiensitz der Guinness-Dynastie. Laut Reiseführer
wurde unter anderem in den Parkanlagen des Schlosses der Film
"THE QUIET MAN" gedreht. Diesem Film kann man in Irland,
und speziell in Connemara ohnehin nur schwer entkommen - man ist halt stolz drauf. Ist
vielleicht ganz empfehlenswert, sich den mal anzusehen. Schöner Film, sehr irisch, besonders
die große Boxkampf-Szene mit so ziemlich allen Bewohnern des Dorfes *grins*. Cong selbst hat
mich nicht so umgehauen, aber wir waren auch bloß knappe 30 Minuten da, um einzukaufen und
etwas zu essen...
CLIFDEN - liegt ebenfalls am Rand von Connemara, aber auch
am Rand des Meeres. Dementsprechend schön ist auch die Szenerie, die man besonders gut bei
einer Radtour auf der SKY ROAD genießen kann. (
Bild)
Die Tour ist nicht sehr lang (ca 15 km) und ausgeschildert. Sie führt rund um eine Halbinsel
am Ortseingang der Stadt.
(Bild)
Zu Clifden selbst kann ich nicht viel sagen, bin nur durchgefahren. Guter Supermarkt ;0)
Zu CONNEMARA muss ich aber noch anmerken: ES IST
WUNDERSCHÖN!!!!!!!!
Die wogenden Grasbüschel im Sonnenschein (viel Glück mit dem Wetter! Bei uns schien durchgehend
die Sonne...), die wunderbaren Berge und Seen - einfach traumhaft. Darf man nicht verpassen.
(Bild)
Auf der Route Oughterard - Clifden sollte man übrigens durchs
INAGH VALLEY fahren (übernachten kann man dann, wenn nötig,
in Letterfrack im urgemütlichen alten Kloster). Das Inagh Valley wurde uns im Reiseführer als
landschaftlich besonders schön empfohlen, und das ist es auch!
(Bild)
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Am oben schon erwähnten RING OF BEARA liegt das nette
Städtchen GLENGARRIFF, wo zunächst einmal das nette Hostel
der Familie Murphy hervorzuheben wäre, und außerdem zu sagen ist: guter Ausgangspunkt für die
Erkundung der Halbinsel. Außerdem kann man mit der Fähre auf
GARNISH ISLAND rübersetzen, wo es einen wunderschönen Park
mit allerlei exotischem Gestrüpp geben soll (wie so vieles konnte ich mir den leider auch nicht
ansehen). Glengarriff hat angeblich das mildeste Klima in ganz Irland, was sich natürlich in
der Vegetation niederschlägt.
A propos Vegetation, die Glengarriff Woods sollen sehr
lohnenswert sein (warum, oh warum nur hatte ich so wenig Zeit in der Ecke???). Ganz in der Nähe
befindet sich auch der GOUGANE BARRA FORREST PARK, den man
ebenfalls nicht verpassen sollte (den wir aber natürlich verpasst haben...). Außerdem gibt's
noch den LAKE BARLEY, den wir auch nicht gesehen haben,
aber, klar, soll halt sehr schön sein.
Ich schätze, es wird langsam klar, dass die Gegend sehr zum Verweilen einlädt. Zumindest wenn
man auf Natur und Ruhe steht.
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Was sollte man noch gesehen haben?
ROCK OF CASHEL - ist sehr schön, nur leider auch sehr von
Touristen belagert. Trotzdem, schön ist er. Es empfiehlt sich (wie eigentlich generell vor
"Kultur-Reisen"), sich vorher etwas über die Entstehung und Bedeutung dieser historischen
Stätten zu informieren, so packt einen die gewaltige Ausstrahlung noch viel mehr!
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GLENDALOUGH - begeistert mich immer wieder, trotz der
Touristenmassen.
(Bild)
Nach Glendalough kommt man (ohne eigenes Auto) ganz gut mit einem Privatbus (St. Kevin's) von
Dublin aus hin. Er fährt meines Wissens am St. Stephen's Green West (College of Surgeons) ab,
aber am besten nochmal im TI nachfragen. In Glendalough gibt es auch einige Hostels, ich weiß
zwar nicht, ob die empfehlenswert sind (man munkelt aber, zumindest die Independent-Hostels
seien ganz gut), aber wenn man über nacht dableibt, hat man wenigstens genügend Zeit,
Wanderungen in der Umgebung zu machen, welche sehr, sehr schön ist. Und in diesem Fall kann ich
eigentlich nur trockenes Wetter mit etwas Nebel wünschen, denn so kommt die mystische
Atmosphäre der alten Friedhöfe rund um die Klosterruinen am besten rüber.
(Bild)
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Beinah hätt ich's vergessen: Die ARAN ISLANDS (vor der
Westküste, bei Galway) sind auch klasse! Zwar völlig baumlos, aber trotzdem toll.
(Bild)
Vor allem DÚN AENGUS auf Inishmore ist sehr beeindruckend.
Eine Übernachtung ist zu empfehlen, schon allein wegen dem besonderen Gefühl, nun wirklich auf
einer Insel zu schlafen, umgeben vom tosenden Meer...
Tja, ich schätze, das war's nun mit meinen Tips. Mehr fällt mir zumindest jetzt nicht ein. Ich
hab natürlich tausend tolle Sachen unerwähnt gelassen, einfach weil ich sie selbst noch nicht
gesehen hab. Aber das war ja sicher nicht meine letzte Reise nach Irland...
Als Schlusswort möchte ich nochmals betonen: Informiert Euch vor der
Reise über Irlands Geschichte! Wenn Ihr Kinder dabeihabt, erzählt auch denen was
davon, das macht das Ganze einfach beeindruckender. Ich hab's wirklich sehr bereut, dass ich
bei meinem ersten Irland-Urlaub 1992 (mit 14 Jahren) so wenig über das Land wusste. Ist mir
zwar erst zwei Jahre später aufgefallen, aber mit 14 kommt man von selbst wahrscheinlich
einfach nicht drauf.
Dabei ist Irlands Geschichte soooo interessant!
Für Kinder sind vielleicht Märchen eine ganz gute Vorbereitung, für Erwachsene daneben auch
noch Romane verschiedenster Art. Büchertipps siehe oben.
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