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REISETIPPS FÜR IRLAND
Seite 2

 
 
 
   Irlandreisetippseite Nr. 1:
   Irlandreisetippseite Nr. 3:

 
 

Hostel -Wegweiser für Irland

In Irland, wie auch in den meisten anderen beliebten Rucksack-Reiseländern, gibt es zwei, bzw drei Arten von Hostels - das sind einmal die auch in Deutschland wohlbekannten Jugendherbergen, die ganz DJH-mäßig dem Dachverband der International Youth Hostel Federation unterstehen. Diese Hostels werden in Irland An Óige genannt, was Gälisch ist, und in etwa "die Jugend" bedeutet. Es gibt natürlich auch eine eigene Homepage für die Irish Youth Hostel Association.

Ich persönlich bevorzuge allerdings ganz klar die Independent Backpacker Hostels - für Familien und Schulklassen mögen An Óige-Herbergen besser geeignet sein, aber für den individuellen Rucksackreisenden bieten Backpacker-Hostels viele Vorteile. Die da wären:

  • Die Hostels sind meist durchgehend geöffnet (abgesehen von manchen Reinemach-Zimmerverboten), also ideal für Nachtschwärmer...
  • Man braucht keinen JuHe- oder sonstigen Mitgliedsausweis
  • Das Alter der Gäste ist egal
  • Die IHH-Hostels (Independent Holiday Hostels, dazu gleich mehr) werden ständig auf Qualität kontrolliert (zumindest behaupten sie das)
  • Alle IHH-Hostels arbeiten zusammen, man kann also "verlangen", dass der oder die aktuelle Rezeptionist/in im nächsten Hostel anruft, und die Vorbuchung übernimmt (UNBEDINGT IMMER VORBUCHEN!!!!)
  • Schulklassen und plärrende Kleinkinder begegnen einem in Backpacker-Hostels eher selten.
  • Vielleicht nicht unbedingt als Vorteil zu sehen, aber es verdient eine Nennung: Im Gegensatz zu den streng nach Geschlechtern getrennten Zimmern (oder Hausflügeln...) der An Óige-Herbergen, kann es einem/einer in Backpacker-Hostels schon mal passieren, dass man mit Vertretern des anderen Geschlechts auf einem Zimmer haust. Oder sich den Waschraum teilt. Ihr seid gewarnt.

Bei den Independent Hostels gibt es aber nun auch wieder eine Unterteilung - die meisten Hostels gehören dem IHH-Verbund an, also dem Verband der Independent Holiday Hostels of Ireland. Dadurch unterliegen sie wie schon gesagt auch einer Qualitätskontrolle. Eine kostenlose Liste aller Mitglieder liegt in allen Hostels und an sonstigen Backpacker-Treffpunkten aus. Außerdem sind sie auch alle auf der IHH-Homepage vermerkt. Und auch hier bei mir (etwas weiter unten) :oD Nur, bei mir bekommt ihr nicht nur die technischen Daten, sondern teilweise auch noch persönliche Beschreibungen präsentiert.
Noch dazu liste ich nicht nur die IHH-Hostels, sondern auch nicht dem Verband angehörige (also sozusagen Independent Independent Hostels), die ich aber aus eigener Erfahrung als gut einstufe. Allerdings bitte ich zu beachten, dass diese Erfahrungen zuletzt 1997 gemacht wurden, und auch bisher nur schlappe 13 Hostels betreffen...

 

Listen der Independent Backpacker Hostels

Bei der Auflistung habe ich die Preise weggelassen, denn man kriegt sowieso nie, was man wirklich will. Am besten man sagt einfach bei jeder Vorbuchung, dass man das billigst-mögliche Bett haben will, und ansonsten suche man sich die Hostels mit Gratisfrühstück aus :) Das ist immer gut.
Und nun noch eine kleine "Legende":

a =Gratisfrühstück :) b =Essen auf Bestellung
c =Familienräume vorhanden d =Campingmöglichkeit + Benutzen der Einrichtungen
e =Waschmaschinen vorhanden f =Abholservice von der nächstens Stadt
g =Fahrradverleih h =Rollstuhlfahrerfreundlich
i =Bettwäsche im Preis eingeschlossen j =Sperrstundenregelung (wo das denn?)
oay =open all year

Hostels nach Counties geordnet:

 
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Ausflugstipps

 
Ring of Beara vs Ring of Kerry,   Dublin,   Killarney,   Connemara: Oughterard, Clifden, Lough Corrib + Cong, The Quiet Man,   Glengarriff + waldig-exotische Umgebung,   Rock of Cashel,   Glendalough,   Aran Islands
 
Zunächst mal möchte ich allen Individualisten ans Herz legen, lieber den RING OF BEARA anzuvisieren als den RING OF KERRY, denn die Beara Peninsula ist einsamer und mindestens genauso schön. (Bilder) Es fahren dort keinerlei Reisebusse, da die Straßen zu schmal sind (ideal für Radfahrer also), wohingegen man auf dem Ring of Kerry den Bussen kaum noch entkommen kann. Zudem liegt mein Lieblingshostel, das Garranes Hostel am Ring of Beara.
 
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Unbedingt sehens- und erlebenswert ist auch DUBLIN - dort ist zwar das Übernachten etwas teurer, aber es lohnt sich trotzdem. Vor allem, wenn man das Kreuz auf sich nimmt, noch ein paar Pfund mehr zu berappen, und mitten im Kneipen- und Szeneviertel TEMPLE BAR nächtigt.
Dort kann man dann entweder einfach nur exzessiven Pubbesuchen frönen, oder bei schönem Wetter mit all den Leuten (!!!) auf der Straße rumhängen oder eine der angebotenen Touristentouren machen, die da heißen Musical Pub Crawl bzw Literary Pub Crawl. Kosten etwa 10 Euro (whoohoo! Ausnahmsweise mal keine Preissteigerung!) und machen Spaß. Wenn man sich für die angebotenen Themen interessiert.
Steht man mehr auf Grusel oder Geschichte, dann sollte man sich DUBLIN CASTLE (für Geschichte) und ST MICHAN'S CHURCH (für Mumiengrusel) nicht entgehen lassen.
Dublin Castle ist wirklich sehr interessant (unbedingt eine Führung mitmachen!), voller beeindruckender Räumlichkeiten mit teilweise krassen Farbzusammenstellungen (rote Tapeten, rosa Teppich und türkise Sesselchen...), und die Grabgewölbe in der St Michan's Church können einem auch einen Schauer über den Rücken jagen. Ich kann nur für Euch hoffen, dass Ihr denselben Führer habt, wie wir ihn hatten. Der Kerl war genial! Außerdem kann man da ein sehr beeindruckendes Stück Schnitzkunst betrachten - ein Ensemble von einem Dutzend (oder mehr) Instrumenten geschnitzt aus EINEM Stück Holz!
Vermutlich wäre auch die Universität interessant, aber ich hab sie leider noch nicht von innen gesehen. Ganz zu schweigen von den tausend anderen tollen Dingen, die's in Dublin zu besichtigen gibt...
 
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Nun geh ich mal einfach die STÄDTE durch, in denen ich so war:
 
KILLARNEY - hier lohnt sich (bei schönem Wetter wenigstens) ganz sicher die Bootsfahrt von Ross Castle zum GAP OF DUNLOE. Einfach wunderschön! (Bild) Am Zielpunkt angelangt kann man entweder zurück wandern oder radfahren (ist aber keine ganz kleine Strecke, und sehr, sehr bergig!!) (Bilder), man kann sich aber wohl auch mit den Booten wieder zurückkutschieren lassen. Was aber keiner macht. Schließlich wollen ja wohl alle zum LADIES' VIEW, der da ganz in der Nähe liegt (aber an einem furchtbar steilen Berg auch...).
Achtung, wenn man mit dem Fahrrad von Killarney weiter runter in den Süden fährt (sprich, zum Ring of Kerry oder weiter), dann kommt man ganz automatisch am Ladies' View vorbei. Man kann sich die Trampelei also einmal sparen, wenn man abwartet. Außerdem fand ich diesen Ausblick gar nicht soooo spektakulär. Lag aber wohl am eher trüben Wetter und an den furchtbar vielen Touristen, die da rumhängen.
 
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OUGHTERARD - Dieses Dörfchen liegt am Rand von Connemara. Ein guter Ausgangspunkt. In der Nähe liegen auch eine Burg (Aughnanure Castle aus dem 15. Jahrhundert) und ein Wasserfall, die wohl ziemlich interessant sein sollen, aber wir konnten sie uns leider nicht ansehen.
Oughterard ist außerdem umgeben von Golfplätzen, und in der Nähe liegt der LOUGH CORRIB, auf dem man (bei wenig Wind) Kanufahren kann, wahrscheinlich auch Angeln und, wenn man unbedingt erfrieren will, auch Schwimmen. Außerdem kann man mit kleinen Fähren über den See nach CONG fahren. Unterwegs besichtigt man noch die Insel Inchagoill, auf der St Patrick persönlich einen Grabstein für seinen Neffen aufgestellt hat. Schöner Wald auf der Insel! Lohnt sich! Vor allem auch, weil das SCHLOSSHOTEL in Cong schon recht beeindruckend ist (da müsste man mal wohnen!). (Bild) Es heißt Ashford Castle und war mal der Familiensitz der Guinness-Dynastie. Laut Reiseführer wurde unter anderem in den Parkanlagen des Schlosses der Film "THE QUIET MAN" gedreht. Diesem Film kann man in Irland, und speziell in Connemara ohnehin nur schwer entkommen - man ist halt stolz drauf. Ist vielleicht ganz empfehlenswert, sich den mal anzusehen. Schöner Film, sehr irisch, besonders die große Boxkampf-Szene mit so ziemlich allen Bewohnern des Dorfes *grins*. Cong selbst hat mich nicht so umgehauen, aber wir waren auch bloß knappe 30 Minuten da, um einzukaufen und etwas zu essen...

CLIFDEN - liegt ebenfalls am Rand von Connemara, aber auch am Rand des Meeres. Dementsprechend schön ist auch die Szenerie, die man besonders gut bei einer Radtour auf der SKY ROAD genießen kann. ( Bild) Die Tour ist nicht sehr lang (ca 15 km) und ausgeschildert. Sie führt rund um eine Halbinsel am Ortseingang der Stadt. (Bild) Zu Clifden selbst kann ich nicht viel sagen, bin nur durchgefahren. Guter Supermarkt ;0)

Zu CONNEMARA muss ich aber noch anmerken: ES IST WUNDERSCHÖN!!!!!!!!
Die wogenden Grasbüschel im Sonnenschein (viel Glück mit dem Wetter! Bei uns schien durchgehend die Sonne...), die wunderbaren Berge und Seen - einfach traumhaft. Darf man nicht verpassen. (Bild) Auf der Route Oughterard - Clifden sollte man übrigens durchs INAGH VALLEY fahren (übernachten kann man dann, wenn nötig, in Letterfrack im urgemütlichen alten Kloster). Das Inagh Valley wurde uns im Reiseführer als landschaftlich besonders schön empfohlen, und das ist es auch! (Bild)
 
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Am oben schon erwähnten RING OF BEARA liegt das nette Städtchen GLENGARRIFF, wo zunächst einmal das nette Hostel der Familie Murphy hervorzuheben wäre, und außerdem zu sagen ist: guter Ausgangspunkt für die Erkundung der Halbinsel. Außerdem kann man mit der Fähre auf GARNISH ISLAND rübersetzen, wo es einen wunderschönen Park mit allerlei exotischem Gestrüpp geben soll (wie so vieles konnte ich mir den leider auch nicht ansehen). Glengarriff hat angeblich das mildeste Klima in ganz Irland, was sich natürlich in der Vegetation niederschlägt.
A propos Vegetation, die Glengarriff Woods sollen sehr lohnenswert sein (warum, oh warum nur hatte ich so wenig Zeit in der Ecke???). Ganz in der Nähe befindet sich auch der GOUGANE BARRA FORREST PARK, den man ebenfalls nicht verpassen sollte (den wir aber natürlich verpasst haben...). Außerdem gibt's noch den LAKE BARLEY, den wir auch nicht gesehen haben, aber, klar, soll halt sehr schön sein.
Ich schätze, es wird langsam klar, dass die Gegend sehr zum Verweilen einlädt. Zumindest wenn man auf Natur und Ruhe steht.
 
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Was sollte man noch gesehen haben?

ROCK OF CASHEL - ist sehr schön, nur leider auch sehr von Touristen belagert. Trotzdem, schön ist er. Es empfiehlt sich (wie eigentlich generell vor "Kultur-Reisen"), sich vorher etwas über die Entstehung und Bedeutung dieser historischen Stätten zu informieren, so packt einen die gewaltige Ausstrahlung noch viel mehr!
 
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GLENDALOUGH - begeistert mich immer wieder, trotz der Touristenmassen. (Bild) Nach Glendalough kommt man (ohne eigenes Auto) ganz gut mit einem Privatbus (St. Kevin's) von Dublin aus hin. Er fährt meines Wissens am St. Stephen's Green West (College of Surgeons) ab, aber am besten nochmal im TI nachfragen. In Glendalough gibt es auch einige Hostels, ich weiß zwar nicht, ob die empfehlenswert sind (man munkelt aber, zumindest die Independent-Hostels seien ganz gut), aber wenn man über nacht dableibt, hat man wenigstens genügend Zeit, Wanderungen in der Umgebung zu machen, welche sehr, sehr schön ist. Und in diesem Fall kann ich eigentlich nur trockenes Wetter mit etwas Nebel wünschen, denn so kommt die mystische Atmosphäre der alten Friedhöfe rund um die Klosterruinen am besten rüber. (Bild)
 
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Beinah hätt ich's vergessen: Die ARAN ISLANDS (vor der Westküste, bei Galway) sind auch klasse! Zwar völlig baumlos, aber trotzdem toll. (Bild) Vor allem DÚN AENGUS auf Inishmore ist sehr beeindruckend. Eine Übernachtung ist zu empfehlen, schon allein wegen dem besonderen Gefühl, nun wirklich auf einer Insel zu schlafen, umgeben vom tosenden Meer...

Tja, ich schätze, das war's nun mit meinen Tips. Mehr fällt mir zumindest jetzt nicht ein. Ich hab natürlich tausend tolle Sachen unerwähnt gelassen, einfach weil ich sie selbst noch nicht gesehen hab. Aber das war ja sicher nicht meine letzte Reise nach Irland...
Als Schlusswort möchte ich nochmals betonen: Informiert Euch vor der Reise über Irlands Geschichte! Wenn Ihr Kinder dabeihabt, erzählt auch denen was davon, das macht das Ganze einfach beeindruckender. Ich hab's wirklich sehr bereut, dass ich bei meinem ersten Irland-Urlaub 1992 (mit 14 Jahren) so wenig über das Land wusste. Ist mir zwar erst zwei Jahre später aufgefallen, aber mit 14 kommt man von selbst wahrscheinlich einfach nicht drauf.
Dabei ist Irlands Geschichte soooo interessant!
Für Kinder sind vielleicht Märchen eine ganz gute Vorbereitung, für Erwachsene daneben auch noch Romane verschiedenster Art. Büchertipps siehe oben.
 
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