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Ein Trip nach Kiruna

 
 
 
 
Teil 1
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Zur allgemeinen Info:
 
Dieser relativ kurze Trip nach Kiruna im hohen Norden Schwedens erfolgte im Januar 2004 im Rahmen eines Auslandsstudienjahres in Växjö/Småland. Mit von der Partie waren diesmal außer mir noch mein Korridor-Nachbar Axel (Deutschland), sowie Heiko (Deutschland) und Thomas (Österreich). Schreck lass nach, ich war also das einzige Mädel. Wie gut, dass sich die drei Herren so gut zu benehmen wussten. ;o) Dafür nochmals nachträglich, tusen tack!
 

 
 
28.1.04
Mittwoch

8h50, Arlanda Flughafen, Stockholm
Lieber Leser... das Ziel unserer heutigen Reise heißt Kiruna. Kiruna ist eine ansich langweilige Kleinstadt hoch im Norden von Schweden, und wenn man als Austauschstudent in Schweden ist, dann muss man da hin. Wenn die Pflicht einen so verlockend ruft, muss man natürlich folgen. Drum sind wir also gerade unterwegs in Richtung Polarkreis und noch ein Stückchen weiter. Wir, das sind: Annika (auch genannt "Ich"), Heiko, Axel und Thomas. Allesamt sind wir Austauschstudenten im småländischen Städtchen Växjö (wo es sich als Student übrigens ganz prima leben lässt). Bis auf unseren Österreicher Thomas sind wir alle Deutsche. Soviel dazu.

Unser Reiseplan sieht folgendermaßen aus: Zuerst sind wir von Växjö aus nach Stockholm geflogen, wo wir uns jetzt gerade langweilen. In gut zwei Stunden geht's weiter nach Kiruna. Fluggesellschaft ist SAS, geflogen wird zum Jugend- bzw Studententarif (bin ja leider seit zwei Tagen offiziell unjugendlich), und gebucht haben wir übers Internet. War ein bisschen umständlich, da wir die beiden Flugetappen als einzelne Flüge buchen mussten. D.h. das Gepäck kommt nicht von selbst mit. Einchecken, aufsammeln, nochmal einchecken, wieder aufsammeln. Mag nicht jedem so gehen (theoretisch sollte das wohl nicht so sein, denke ich mir), aber wir sind halt Pechvögel. Drum müssen wir auch im Yellow House Hostel in Kiruna ein leeres Bett bezahlen. Ein ursprünglich mit eingeplanter Mitfahrer ist jetzt nämlich doch abgesprungen, und irgendwie wollen die im YHH nichts von umbuchen wissen. Hm. Normalerweise kann man ja in Hostels bis zu 48 Stunden vorher (oder sogar kurzfristiger) kostenlos stornieren. Hier nicht. Wäre gut zu wissen gewesen. Merken wir es uns für die Zukunft. Immerhin ist's ja dennoch für drei Nächte immer noch billiger als auch nur eine Nacht im Eishotel... Anschauen wollen wir uns das Eishotel aber natürlich schon - nur nicht drin übernachten. Das wäre meiner Meinung nach eher rausgeschmissenes Geld. Dann verpulvern wir die Kohle doch lieber für was anderes, namentlich für eine Schneetour mit Motor- und Hundeschlitten. Da bin ich nun schon sehr gespannt drauf. Habe gehört die Hunde stinken gar furchtbar (und zwar aufgrund ihres Vermögens, dringende Geschäfte auch im Laufen zu erledigen). Schau'mer mal.

Hmmm, jetzt schneit's hier aber doch mal ganz schön dolle. Ob man da wohl starten kann? Ist ja noch'n bisschen Zeit, aber sieht schon echt heftig aus. Wie Sie sehen, sehen Sie nichts. Aber wozu gibt's Radar, hach? Nun ja... die werden hier schon wissen, was in solchen Wetterlagen zu tun ist. Jedenfalls werden die Flugzeuge ständig mit irgendeinem orangen Zeugs bespritzt. Höchst interessant...

Ich bin wahnsinnig auf die Temperaturen in Kiruna gespannt. Laut Wetterkarte sind's -12 Grad. Aber ich hoffe auf mehr. Laut Internet geht's bis -24 runter. Das wäre gu-huuuut. Finde ich zumindest. Ich mag's kalt. In Växjö hatten wir auch schon ein paar Mal solche Minusgrade, allerdings nur nachts. Normalerweise geht man bei solchen Temperaturen dann kaum vor die Tür, selbst ich nicht, denn für jeden längeren Ausflug müsste man sich dann schon ziemlich dick einjacken. Müsste man - tut man natürlich nicht, wär ja viel zu anstrengend. Ich glaube, mit sowas muss man aufwachsen, um der Kälte wirklich mit dem gebührenden Resepekt zu begegnen. Eine schwedische Bekannte kommt aus Luleå, dort geht man scheinbar sogar im Skianzug in die Kneipe - wird dann da halt ausgezogen. Nicht so in Växjö. Rein kleidungsmäßig ändert sich das Aussehen der Warteschlange vor der Campus-Kneipe Sivans nur geringfügig wenn die Temperaturen fallen. Nur das Verhalten der Meute passt sich an. Es wird mehr gehüpft - vor allem am Ende der Schlange, am Anfang sind die meisten schon zu steifgefroren. Immer wieder ein herrlicher Anblick - leichtbekleidete Discohupsen mit knallroten Nasen... zugegeben, weniger lustig,wenn man selbst gerade auf Einlass wartet. Dennoch, ein hervorragender Weg, blitzschnell wieder stocknüchtern zu werden.

Halbe Stunde noch, dann gehn wir einchecken. Ich glaub, ich geh so lang noch ein bisschen bummeln... oder auch nicht... hab heut nacht nur drei Stunden geschlafen, und die Sessel hier sind zwar dreckig, aber sehr bequem... *gääähn*...

18h40
Zimmer 8
Yellow House Hostel, Kiruna
Alles doch nochmal gutgegangen. Der Rezeptionist vom YHH scheint mir eine ziemliche Schnapsnase zu sein, aber nach einigem Hin und Her hat er uns jetzt in ein 4-Bettzimmer gebucht. Dabei hat er mir damals (vor knapp zwei Monaten) noch gesagt, es wären keine 4- und 5-Bettzimmer mehr frei. Naja egal, jedenfalls ist es so viel besser. Es kostet weniger, und ist geselliger. Ansonsten hätten wir nämlich in einem 3-Bettzimmer und einem Doppelzimmer schlafen müssen. Zur Zeit lesen bzw schreiben wir alle und sammmeln Kräfte für einen Abendspaziergang mit eventuell anschließendem Saunabesuch.

Bisher sind wir nur einmal kurz durch die Stadt geschlendert und haben etwas eingekauft. Erste Eindrücke: Der Schnee glitzert hier noch viel mehr als in Växjö. Mit dem rauchenden Berg im Hintergrund sieht's tatsächlich ein bisschen aus wie Mordor. Das Schneefestival wird gerade vorbereitet. Und das war jetzt ein bisschen wirr, also nochmal das Ganze: Es gibt hier eine ganze Menge Schnee, und der glitzert an allen Ecken und Enden. Sogar die Luft glitzert! Ich würde nicht behaupten, dass es hier gerade schneit, aber es sind dennoch ständig Eiskristalle in der Luft. Es ist eben so saukalt, dass die Luftfeuchtigkeit höchstpersönlich zu Eis erstarrt. Drum, denke ich mir, fühlt sich diese Art von Kälte auch nicht so schlimm an. Mein ich doch mal gelesen zu haben, trockene und feuchte Kälte und so... wie auch immer, es ist wunderschön hier! Jetzt nicht so unbedingt die Stadt ansich - die ist eher schmucklos, wenn nicht gar hässlich (eine echte Arbeiterstadt eben). Im Hintergrund erhebt sich der Berg Kirunavaara, in dem die LKAB (Luossavaara Kirunavaara Aktie Bolag) fleißig Eisenerz abbaut. Das sieht man dem Berg leider auch an. Anstatt eines Hangs hat er quasi Stufen, und auf jeder Stufe stehen reihenweise Laternen. Der Himmel ist leicht rötlich gefärbt. Im Hintergrund qualmt es mächtig. Mit einem Wort: Mordor. Mein Flurnachbar Fabian, der mit seiner Freundin Melody vor einigen Wochen hier war, hatte es uns so beschrieben.

Und nun noch einige Worte zum Schneefestival - es findet in Kiruna jedes Jahr am letzten Januarwochenende statt. Dann kann man überall in der Stadt, vor allem aber im Stadtpark, Schneeskulpturen internationaler und lokaler Künstler bestaunen. Im Moment bauen sie noch, was insich schon eine tolle Attraktion ist. Freitag abend steigt dann die große Party im Stadtzentrum. Man darf gespannt sein.


Heiko hat übrigens seine Mütze und Handschuhe in Växjö vergessen. Das ist nicht gut bei so vielen Minusgraden, drum hat er jetzt neue. Nachdem wir diverse Läden abgeklappert haben, fiel dann die Entscheidung auf das Geschäft mit der netten jungen Verkäuferin. Seitdem wollen die drei Herren da immer mal wieder vorbeigehen. Komisch...

Jetzt hab ich ja noch gar nichts zum Flug gesagt. Nun, erstmal war der etwas verspätet, zweitens war's reichlich verschneit, und drittens war dann das Flugzeug von oben bis unten so eingewachst (= das orange Zeugs), dass man lange Zeit nichts durchs Fenster sehen konnte. Ich hab aber sowieso 3/4 der Zeit verpennt. Bei der Landung hatten wir dann aber endlich freie Sicht (auch Wachs gibt nach, bei ausreichend hoher Geschwindigkeit). Der Ausblick über Lappland war wunderbar, ich muss hier unbedingt mal im Sommer hoch!
Dann landeten wir auf dem völlig zugeschneiten Flughafen, mummelten uns in unsere Jacken, und schritten hinaus ins minus 18 Grad kalte Kiruna. Eigentlich hatten wir gehofft, dann mit dem Flughafenbus rein nach Kiruna City zu kommen, aber der war entweder schon weg, oder er war nie da. Ich tippe eher mal darauf, dass er zu dieser Jahreszeit einfach nicht fährt, denn wenn der letzte Flughafenbus des Tages nicht auf den letzten eintreffenden Flug des Tages zu warten in der Lage ist, dann wär das schon reichlich dämlich. Zu dieser Jahreszeit überhaupt keinen Bus einzusetzen ist nur halb so dämlich (bzw blöd für uns), also glaube ich lieber daran. Wir haben dann halt, wie alle anderen auch, ein Taxi genommen. Glücklicherweise erwischten wir ein Großraumtaxi, das wir uns mit zwei Französinnen geteilt haben. Die beiden wollten auch zum Yellow House Hostel, passte also perfekt. So hat es uns nur 50 Kronen pro Nase gekostet, was ja nun wirklich absolut annehmbar ist.

Hier im YHH haben wir ein recht nettes Zimmerchen mit Esstisch, Fernseher, Kleiderschrank und Miniküche. Toilette und Dusche sind im Flur gleich um die Ecke. Das Klo stinkt... aber man kann ja nicht alles haben...


23h20
Zimmer 8
Yellow House Hostel
Wir fallen jetzt ins Bett, das ham wir uns verdient. Wir waren ja gerade spazieren - ist ein bisschen länger geworden als ursprünglich geplant. Wir dachten uns halt, checken wir doch mal die kleine Skipiste aus, die da hinten so hell beleuchtet ist... die war aber dann doch gar nicht so klein, von Nahem betrachtet. War eine ganze Ecke vom Hostel entfernt. Unterwegs konnten wir das Phänomen Schnee in allen seinen Varianten studieren. Am liebsten mag ich ihn wenn er zuckergussartig jeden noch so winzigen Ast auf Bäumen und Sträuchern bedeckt. Allerdings ist's auch toll, wenn alles so schön glitzert - die Luft, die Häuser, die Bäume, die Straße, die Schneewehen um uns herum! Und ich liebe das Geräusch, das Schuhsohlen auf Schnee hervorrufen. Auf der anderen Seite macht's auch Spaß, durch knietiefen Schnee zu waten (und hin und wieder zu stolpern), auch wenn das leider keine nennenswerten Geräusche macht. Wie auch immer, Schnee ist toll! Bei der Skipiste kamen wir übrigens gerade dann an, als geschlossen wurde. Also nix mit Einkehren und warmen Kakao trinken. Echt schade.


Morgen fahren wir nach Jukkasjärvi zum Eishotel, danach dann vermutlich in die LKAB-Mine. Ganz sicher ist diese Minentour allerdings noch nicht, da die Tour im Winter nur durchgeführt wird, wenn sich mindestens zehn Leute dafür angemeldet haben (das macht man im Tourist Office). Noch sind's offenbar nicht genug, aber wir sollen die Hoffnung noch nicht aufgeben, hat man uns gesagt. So sei es. Gute Nacht!

 

 
29.1.04
Donnerstag
22h35
Zimmer 8
Yellow House Hostel

Das Tagesprogramm:

- 8 Uhr: aufstehen, schnellstmöglich wachwerden, Frühstück reinziehen , zur Busstation hetzen
- 9 Uhr: feststellen, das 10 Minuten völlig ausreichend für den Fußweg zur Busstation sind
- 9 Uhr 15: rein in den Bus Nr 501 nach Jukkasjärvi; 24 SEK pro Person blechen
- 9 Uhr 17: feststellen, dass der Bus auch an einer Haltestelle gleich um die Ecke vom Yellow House Hostel hält (und zwar oberhalb der O.K. Tankstelle)
- 9 Uhr 40: Ankunft am Eishotel. Umschauen. Zeit bis zur nächsten geführten Tour um 11 Uhr totschlagen - zu diesem Zweck einen Spaziergang zur Kirche im Ort machen. Kurz vorher aufgeben, und stattdessen in einem warmen Gasthaus heißen Kakao trinken. Zugegeben, aufgegeben haben nur Heiko und ich, Axel und Thomas haben sich noch bis zur Kirche durchgekämpft, wo's wohl auch ganz nett war. Danach gemeinsame Rückkehr zum Hotel.
- 11 Uhr: Tour mit Mariana. Kostenpunkt: 80 SEK für Studenten.

Das Eishotel ist schon sehr "cool" - im wahrsten Sinne des Wortes: minus 5 Grad. Ich würde wiegesagt nicht drin übernachten wollen, aber zum Anschauen ist's echt klasse. Auch lustig für Gruppenspiele à la "Hasch mich, ich bin woanders" - es ist ein wahres Labyrinth. Abgesehen von den wirklich wunderschön gestalteten Suiten sind die meisten Räume sehr simpel gehalten. Sie sind im Prinzip nichts weiter als ein besseres Iglu. Man kan drin stehen, denn die Decke ist hoch genug, man kann drin schlafen (technisch gesehen, jedenfalls), denn es gibt ein Bett. Doch das war's. Kein Schmuck, keine Schnörkel, keine Ablagemöglichkeiten. Vielleicht wird da abends noch was reingeräumt, damit man wenigstens seine Klamotten nicht auf dem Schnee parken muss. Ansonsten gibt es neben dem Eisgebäude ein (geheiztes) Gepäckaufbewahrungshaus, in dem sich auch Schließfächer befinden. Die Toiletten sind ebenfalls dort, ziemlich weit entfernt von den meisten Zimmern. Man ist also arm dran, wenn man nachts mal muss. Und wie mir Melody nach ihrer Übernachtung im Eishotel erzählt hat, muss man fast garantiert pullern, da zu einem ordentlichen Eishotelbesuch natürlich auch ein Wodka in der Eisbar gehört. Schon allein, weil der einen vermeintlich aufwärmt. Den Wodka habe ich mir übrigens nicht gegeben, Thomas und Axel aber sehr wohl. Und ihre eisigen Gläser haben sie mitgenommen, die stehen jetzt draußen im Schnee. Laut Plan sollen sie auch den Rückweg nach Växjö unbeschadet überstehen und dort bis auf weiteres im Eisfach verstaut werden.




Nun aber weiter im Tagesprogramm.

- 13-14 Uhr: nach Abschluss der Tour wird im Souveniershop Geld ausgegeben (in meinem Fall für einen hübschen, blauen Glasanhänger in Form eines langgezogenen Tropfens - scheint eine örtliche Spezialität zu sein).
- 14 Uhr: Bus zurück nach Kiruna. Alle hungrig. Heiko erkältet. Minentourfrage noch ungeklärt - findet sie statt, oder doch nicht? Da bei einem eventuellen Stattfinden der Tour unsere Zeit knapp wäre, teilen wir uns auf. Axel geht schon mal voraus zum Kochen, Heiko geht zum Tourist Office, um sich nach der Tour zu erkundigen, Thomas und ich gehen Zitronen und Honig kaufen (Vitamin C für Heiko).
- wenig später: Essen. Es gibt Nudeln (was auch sonst?). Gute Nachrichten, die Minentour kann stattfinden.
- zum Nachtisch: lecker Zitronentrunk zum Gesundwerden und -bleiben. Man nehme den Saft einer Zitrone, eine beliebe Menge Honig (oder Zucker) und heißes Wasser. Vermutlich wäre kaltes Wasser noch besser, zwecks Vitaminerhaltung, aber dann löst sich ja der Honig nicht und dann schmeckt's baaaah...
- 16 Uhr: Minentour. Wir besteigen den Bus am Tourist Office. Er ist nicht wirklich voll. Es hat wohl gerade so gereicht, damit die Tour sich für die Betreiber rechnet. Mit dem Bus geht's auf in Richtung Berg - dann ab in Richtung Unterwelt. Man kann doch tatsächlich in diesen Berg hineinfahren. Einfach so - es fängt wie ein ganz normaler Autotunnel an, doch dann entwickelt es sich schnell zu einem unterirdischen Straßennetz, komplett mit Kreuzungen und so. Und immer geht es bergab (es sei denn, natürlich, man fährt bergauf, haha!), immer weiter und weiter und weiter. Da kriegt man schon ganz schön Druck auf den Ohren. Auf ca 500 Meter Tiefe erreichen wir dann endlich das Besucherbergwerk, das sich in einem mittlerweile stillgelegten Teil der Anlage befindet. Alle müssen sich Schutzhelme aufsetzen, dann geht die Führung los. Zuerst wird ein Film über den Erzabbau in Kiruna gezeigt, dann werden wir von einer LKAB-Angestellten von Station zu Station geleitet, bekommen den Berg und den Abbau erklärt, und dürfen auch mal die tollen großen Maschinen anfassen. Am Ende gibt's noch fika (Kaffee und Kuchen), und dann darf man sich noch einige sehr nützliche Souveniers mitnehmen (was macht man bloß mit einer Tüte Pellets??? Egal, erstmal mitnehmen, ist ja umsonst. Und so schön schwer! Und... und...irgendwie sinnlos). Bevor uns dann der Bus wieder ans Tageslicht (oder auch nicht, da die Sonne sich schon lange wieder verabschiedet hat) bringt, haben wir noch Gelegenheit, uns etwas im Museum umzuschauen. Auch ganz nett. Aber dann heißt es "Tschüss, Mine!". Nicht ohne ordentlich Druck auf den Ohren, versteht sich.
- 18 Uhr 55: Wollten wir nicht noch um 19 Uhr dieses Konzert in der Kiruna Kyrka (Kirche) anhören? Dann aber jetzt mal ganz schnell!
- 19 Uhr: noch auf dem Weg zur Kirche...
- 19 Uhr 15: immer noch unterwegs (wo genau ist diese Kirche eigentlich?)
- 19 Uhr 30: Gefunden! Dafür liegt das Konzert aber gerade in seinen letzten Zügen. Offenbar war es eine Art Schulkonzert - jedenfalls waren die Protagonisten alle Kinder. Und während wir noch unentschlossen vor der Kirchentür verharrten, öffnete sich diese und heraus prozessionierten sie alle in feierlichem Marsch. Immerhin konnten wir uns dann noch die Kirche von innen ansehen. War auch ganz hübsch. Noch schöner war's allerdings draußen, wo mit Fackeln und Kerzen der schneeglitzernde Vorhof beleuchtet wurde.
- 20 Uhr: zurück im Hostel, Fernsehen an, "6 Days, 7 Nights" läuft. Den schauen wir uns an - nicht schlecht.
- jetzt: Schlafen?
- dann um 1 Uhr 15: im Bergwerk wird gesprengt (wie immer um diese Zeit), wir wollen's hören bzw spüren, also wird der Wecker gestellt. Aber werden wir auch aufstehen? Bleibt abzuwarten...

1h30
Zimmer 8
Yellow House Hostel
Wat'n Betruch... nix war zu spüren, die Nacht war still wie so eine Winternacht eben zu sein pflegt. Aber schön kalt war's, im Schlafanzug und Wintermantel.


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