Büchertipps 
Manche Titel, bzw gegebenenfalls das Cover, sind mit amazon.de verknüpft,
wer also einen spontanen Kaufdrang verspürt,
kann dem direkt nachgeben. Ansonsten hilft auch das Amazon-Suchfeld.
Reisehandbücher: 
Bücher sind zwar ein schweres Mitschleppsel, aber man kann viele nützliche
Informationen daraus ziehen. Ich habe sehr gute Erfahrungen mit folgendem Buch gemacht:
Titel: SCHOTTLAND
Autor: Franz Rappel
Verlag: Martin Velbinger
ISBN: 3883160199
Preis: ca. 22 Euro (lohnt sich aber)
Beschreibung: "Der Reiseführer mit dem hohen Gebrauchswert"
|
|
Enthalten sind generelle Informationen über Schottland und schottische Kultur, schottische Musik, schottische Geschichte, wichtige Adressen, Anreiseroutenvorschläge für verschiedene Regionen Deutschlands, verschiedene Transportmittel nach und in Schottland (auch eher ausgefallene Ideen, sogenannte "Spezialvarianten")... alles in allem 100 Seiten Vorabinfos (kann nie schaden). Dann 600 Seiten geballte Informationen (keine Fotos!) zu Unterkunft, Einkaufsmöglichkeiten, Routen, Verkehrmitteln, Gastronomie, Geheimtipps und natürlich Sehenswürdigkeiten. Alles geordnet nach Regionen (Edinburgh, Centrals, Centrals/West, Ostküste, Northwestern Highlands...... Orkneys, Shetlands).
Wird regelmäßig (ungefähr alle zwei Jahre?) überarbeitet und neuaufgelegt, von daher wär's nicht ungeschickt, beim Kauf auf's Erscheinungsdatum zu schauen. Eine neue Auflage gab es beispielsweise im Jahr 2000.
nach oben
On the Trail of William Wallace (von David Ross) 192 Seiten
Im Prinzip ist dieses Buch auch ein Reiseführer, allerdings folgt der Autor auf seinem Motorrad explizit den Spuren von William Wallace (Braveheart) und hält das Ganze in einer Mischung aus Reisebericht, Reiseführer und Geschichtsbuch fest. Unser schottischer MacBackpackers-Reisegruppenführer/Busfahrer hat das damals während unserer Tour gelesen, und war total begeistert.
Leider nur in Englisch erhältlich.
nach oben
Lonely Planet Britain 976 Seiten
Kann leider noch keine Aussage über diesen Wälzer (fast 1000 Seiten!) machen, da ich ihn noch nie selber gesehen habe. Aber Lonely Planet Reiseführer sind für gewöhnlich sehr gut.
nach oben
Und zum Bildergucken:
nach oben
Märchen und Kindergeschichten:
Entführt. Die Abenteuer des David Balfour (von Robert Louis Stevenson) ca 350 Seiten
Weiß nicht, ob ich das wirklich unter Kindergeschichten packen soll, aber immerhin wurde das Buch mal als Vorweihnachts-Vierteiler verfilmt... und die waren doch vor allem für Kinder gedacht, oder? Wie dem auch sei, in dieser Geschichte wird von den (unfreiwilligen) Abenteuern eines jungen Manns (knapp 18 Jahre alt) im Jahre 1751 erzählt, könnte also als "typische Abenteuergeschichte für kleine Jungs" durchgehen. Mädchen mögen sowas aber auch gerne... wie man an mir sieht.
Hm, bei Amazon ist es auch als Kinderbuch gelistet. Naja gut, dann mal zur Inhaltsangabe: Nachdem David Balfours Eltern just das Zeitliche gesegnet haben, erfährt er erstmals von seinem Erbe - er ist nämlich Nachkomme einer Adelsfamilie und soll sich nun zum alten Familiensitz begeben, wo sein Onkel Ebenezer haust. Ebenezer ist vom Auftauchen seines Neffen aber überhaupt nicht begeistert (er ist nämlich der Geiz in Person und hat auch so einiges zu verheimlichen), also lockt er ihn in eine Falle und lässt ihn auf einem Schiff entführen... David soll in Afrika als Sklave verkauft werden!
Doch so weit kommt es glücklicherweise nicht - die Mannschaft gabelt einen Schiffbrüchigen auf, Alan Breck Stewart, einen flüchtigen Jakobiten, der nach einigem Hin und Her den Kapitän dazu bringt, ihn an der schottischen Westküste an Land zu setzen. Leider geht bei diesem Vorhaben das Schiff unter. Weitere widrige Umstände führen dazu, das David und Alan eines Mordes beschuldigt werden (den sie natürlich nicht begangen haben), und gemeinsam durch die Highlands nach Edinburgh fliehen müssen - Alan, damit er endlich ein Schiff ins sichere Frankreich nehmen kann, und David, um seinem fiesen Onkel Ebenezer das Handwerk zu legen...
Zu diesem Buch gibt es auch noch eine Fortsetzung (leider anscheinend nur noch auf Englisch) - heißt "Catriona" und erzählt von Davids weiterem Schicksal: Er verliebt sich in Catriona Drummond (alias MacGregor), Tochter eines inhaftierten Highland-Rebellen, dessen Schicksal sich einigermaßen kompliziert mit Davids vermischt. David selbst ist nämlich noch nicht so ganz von den Mordvorwürfen gegen ihn reingewaschen, und da die ganze Sache politisch äußerst brisant ist, ist er mit seinem Hintergrundwissen einigen Leuten ein Dorn im Auge. Unter anderem auch Catrionas Vater, den David gar nicht leiden kann. Das macht Catriona zunächst fuchsteufelswild, denn sie liebt ihren tapferen Daddy über alles, aber irgendwann muss auch sie erkennen, das David irgendwie nicht ganz unrecht hat... Aber bis dahin muss Davie noch einiges durchstehen. Der arme Kerl kommt einfach nicht zur Ruhe... -> dies ist ganz sicher kein Kinderbuch (nicht, dass es gewalttätig wäre, eher im Gegenteil, bloß ist es viel zu kompliziert...).
Und noch ein Tipp: Am besten lässt sich Davids Geschichte als englisches Hörspiel genießen! David wird dabei gesprochen von David Rintoul, der einen ganz wunderbaren schottischen Dialekt hat... zum Dahinschmelzen.
nach oben
Erwachsenenromane: 
"Highland Saga" (von Diana Gabaldon) mehrere Teile
Millionen Frauen (und bekennenderweise auch einige Männer) in aller Welt schmachten den
männlichen Hauptcharakter dieser Buchserie an, wünschen sich, an Claires Stelle mit
ihm durchs Leben zu gehen, und können völlig in Diana Gabaldons fantastischen Beschreibungen
der Geschehnisse versinken...
(Sehr) kurzer Abriss der Geschichte: Wir befinden uns in den 40er Jahren des 20. Jahrhunderts
- die Wahlamerikanerin Claire Randall führt ein recht nettes, aber beschauliches Eheleben
mit ihrem Mann Frank. Als die beiden Urlaub in Schottland machen, begibt sich Claire - auf
der Suche nach schönen Blumen - in einen der berühmten Steinkreise... und das Unglaubliche
geschieht: Claire berührt einen der Steine und wird in eine andere Zeit katapultiert!
Sie landet im Schottland des 18. Jahrhunderts, der Blütezeit des Jakobitenaufstands.
Prompt gerät sie in mancherlei Schwierigkeiten - ist sie etwa eine schottische Spionin?,
denken sich die Engländer... ist sie eine englische Spionin?, denken sich die Schotten.
Ist sie eine Hexe??, denken sich die neidischen schottischen Weiber, nachdem sich Claire
mittlerweile (und nicht ganz freiwillig) mit einem gewissen Jamie *seufz* vermählt hat.
Claire will zunächst eigentlich mal nur eins: wieder nach Hause. Aber dann entwickelt sich
doch alles ganz anders... Diana Gabaldon hat wirklich eine großartige Erzählweise, man ist
so richtig dabei und kann sich alles sehr bildlich vorstellen (och, Jamie! *lechz*
).
Nebenbei lernt man noch sehr viele Geschichtsfakten, respektive Jakobitenaufstand, Schlacht
von Culloden, Bonnie Prince Charlie, französische Könige und Kolonisierung Amerikas...
Die englischen Ausgaben gibt es auch als Audiobooks, und die sind natürlich für
Freunde des schottischen Dialekts sehr empfehlenswert! Sind zwar keine Hörspiele,
d.h. es liest die ganze Zeit ein und dieselbe Frau vor,
aber die hat das mit dem Dialekt und der Stimmvariation ganz gut drauf.
Die Romane bauen aufeinander auf, also immer schön der Reihe nach lesen:
- Feuer und Stein - Outlander
- Die geliehene Zeit - Dragonfly in Amber
- Ferne Ufer - Voyager
- Der Ruf der Trommel - Drums of Autumn
- Das feurige Kreuz - The Fiery Cross
- Ein Hauch von Schnee und Asche - A Breath of Snow and Ashes
- Der magische Steinkreis - Kompendium zu den Romanen
nach oben
Die letzten Söhne der Freiheit (von Franziska Wulf)
Bereits ausführlich auf meinen Buchseiten beschrieben - und davon kopier ich jetzt mal einen Teil hier rein:
Der Roman spielt um etwa 100 n. Chr., als die Römer bemüht waren, Britannien zu erobern, und die Kelten mindestens ebenso bemüht, es zu halten. Duncan wächst als Sohn eines silurischen Fürsten auf, als kleiner Junge erlebt er die Ermordung seiner Mutter durch die Römer, und deshalb ist er auch mit vollem Herzen dabei, als er mit 18 endlich Mann gegen Mann gegen sie kämpfen darf.
Leider verlieren die Silurer (wie so viele andere Stämme auch) die Schlacht, und müssen fortan unter römischer Herrschaft leben. Zur Sicherheit nehmen die Römer ein paar hundert Geiseln, und verschleppen sie zur Sklavenarbeit in ihre Städte. Unter den zufällig Ausgewählten ist dummerweise auch Duncan.
Der lässt sich das natürlich nicht so ohne weiteres gefallen, und rebelliert erstmal anständig, auf das er den Großteil der Reise nach Eburacum (heute York) aufgrund schwerster Verletzungen im Delirium verbringt. Aber er sträubt sich auch weiterhin gegen sein Schicksal, steckt dafür dauernd Prügelstrafen ein, und wird zu alledem auch noch ein bevorzugtes Opfer von Intrigen, nicht nur, weil er als Fürstensohn eine der wichtigsten Geiseln ist, sondern auch, weil er sich ausgerechnet in die Tochter des römischen Verwalters verliebt.
Cornelia ereilt die Liebe natürlich ebenfalls (wie könnte sie einem solchen Mann widerstehen???), was diversen Mitmenschen nicht gefallen kann, und zu allem Überfluss taucht nun auch noch der Mann auf, der damals Duncans Mutter umgebracht hat - Julius Agricola (übrigens eine historisch authentische Gestalt).
Bis Duncan endlich die heißersehnte Rache an ihm üben kann, muss er erst noch ein bisschen fliehen, neue Freunde gewinnen, zum Mann und Vater reifen und letztendlich die verfeindeten Stämme des Nordens (das wilde Schottland!) zur Einheit aufrufen (auch eine historisch belegte Tatsache - ein gewisser Calgach (so oder anders geschrieben) vereinte die Stämme mit einer feurigen Rede, die im Buch in gekürzter Form ebenfalls vorkommt. Duncan spielt hier nur eine ratgebende Nebenrolle).
Dank der Einflechtung historischer Wahrheiten macht das Buch um so mehr Spaß. Man lernt ein bisschen was, und zur Belohnung gibt's schöne Männer (allerdings nur, wenn man genug Vorstellungsvermögen hat...).
nach oben
Historische Persönlichkeiten:
The Bruce Trilogy - The Steps to the Empty Throne/The Path of the Hero King/The Price of the King's Peace (von Nigel Tranter) 1056 Seiten
Robert the Bruce, der im weltberühmten Film Braveheart eher eine Nebenrolle spielte, wird in dieser (einbändigen) Trilogie in seiner ganzen Größe gewürdigt - tatsächlich war er nämlich seinem Zeitgenossen William Wallace mindestens ebenbürtig, was Heldenmut, Heimatliebe und Kampfgeist betraf. Nigel Tranter verwebt in seinem Roman historische Fakten mit erzählerischem Fluss, heraus kommt sozusagen eine Geschichtsgeschichte. Gute Unterhaltung mit Lerneffekt - so soll's sein!
Leider gibt's von diesem Buch keine deutsche Übersetzung :o/...
P.S.: Nigel Tranter hat auch noch jede Menge andere Bücher über, bzw mit der schottischen Geschichte geschrieben, z.B. über den Stone of Destiny (The Stone), King James V, Druiden, William Wallace, diverse (teilweise fiktive) Highlander...
nach oben
On the Trail of William Wallace (von David Ross) 192 Seiten
Im Prinzip ist dieses Buch ein Reiseführer, allerdings folgt der Autor auf seinem Motorrad explizit den Spuren von William Wallace (Braveheart) und hält das Ganze in einer Mischung aus Reisebericht, Reiseführer und Geschichtsbuch fest. Unser schottischer MacBackpackers-Reisegruppenführer/Busfahrer hat das damals während unserer Tour gelesen, und war total begeistert.
Leider nur in Englisch erhältlich.
nach oben
Ausrüstungstipps 
Generell gilt natürlich: "So wenig wie möglich, so viel wie nötig."
Aber wer weiß schon vorher, was auf ihn zukommt? Ich jedenfalls hatte in meinem Rucksack einige Sachen, die ich nie gebraucht hab, wie z.B. ein zweites Paar Schuhe, meine Doc`s waren völlig ausreichend, sowohl bei Sonne, als auch bei Regen. Andererseits sind Stoffschuhe sehr praktisch, wenn man an felsigen Stränden schwimmen gehen will (ja, geht auch in Schottland, ist bloß mächtig kalt), denn ohne schneidet man sich leicht die Füße auf.
Hier jedenfalls eine Liste der absolut notwendigen Utensilien (wer nicht mit dem Fahrrad auf Reisen geht, kann allerdings einige davon ignorieren...):
- Salz (!essentiell, wenn man Nudeln machen will!)
- Zucker
- Pflaster (!nach Möglichkeit HALTBARE, d.h. solche, die auch bei stärkerer Belastung klebenbleiben! Wichtig beim Fahrradfahren, denn das ewige Zerren am Lenker macht gewöhnlichen Pflastern ganz schnell den Garaus. Notfalls mit Klebeband verstärken...)
- Klebeband
- Plastiktüten (kann man nie genug von haben)
- Ersatzfahrradschlauch und Mantel (kann man noch weniger genug von haben)
- Trinkflasche + Brausetabletten
- Fotofilme (viele! Viiiiiele! Sind sauteuer in Schottland, und ich persönlich hab mal 36 Bilder pro Tag verschossen...)
- Sonnencreme (auch in Schottland soll gelegentlich der Wettergott lachen)
- Löffel (zum Unterwegsessen)
- Fahrradspinnen oder alte Schläuche (so kriegt man viel mehr auf den Gepäckträger)
- Müllsäcke (ungemein praktisch als Rucksackregenschutz und Tragetasche)
- Paketschnur (damit lassen sich eventuell gekaufte Wollsachen auf ein Minimum ihrer Größe zusammenschnüren, bzw kann man spontan Wäscheleinen zwischen Hostelbettpfosten improvisieren)
- Badezeug (bei gutem Wetter sind Lochs, Bächlein und das Meer einfach unwiderstehlich... übrigens soll besonders das torfbraune Wasser im Glen Orchy sehr gut für die Haut sein. Ich bevorzuge aber dennoch die kristallklaren Bäche des Glencoe *seufz*)
- vielleicht noch ein sehr großes Handtuch oder einen Rock - für die Herren der Schöpfung geht der als Kilt durch (damit hinterher das Umziehen leichter fällt.......)
- Regensachen wären auch mitunter nicht schlecht
nach oben