Hostel-Wegweiser für Schottland 
In meiner Liste hier sind nur Independent Backpacker-Hostels, die sich durch folgende Eigenschaften auszeichnen: Sie sind meist durchgehend geöffnet, also ideal für Nachtschwärmer... Es gibt Selbstversorgerküchen, man braucht keinen Mitgliedsausweis, und das Alter der Gäste ist egal. Außerdem wird man seltener von Schulklassen überrannt und die Atmosphäre ist einfach lockerer. Viele lassen sich auch freiwillig regelmäßig auf Qualität überprüfen.
ACHTUNG: Für Informationen über schottische Mitglieder des internationalen Jugendherbergsverband (International Youth Hostel Federation) bitte hier klicken.
Independent Backpacker Hostels
- Die offizielle Website des Verbandes der Independent Backpacker Hostels Scotland listet eigentlich bereits so ziemlich alle Hostels auf.
Dennoch möchte ich hier einige nochmal ausdrücklich hervorheben, in denen ich teilweise schon selbst übernachtet habe:
- Scotland's Top Hostels - Hostelkette mit Häusern in Edinburgh, Pitlochry, Inverness, Kyleakin (Isle of Skye), Fort William, Oban und Glasgow. Spezialität: Zimmer und Betten haben thematisch aufeinander abgestimmte Namen, es gibt den ganzen Tag über Kaffee, Tee und heiße Schokolade umsonst (Selbstbedienung in der Küche). Der Besitzer ist außerdem Betreiber von sehr spaßigen Bustouren für Rucksacktouristen (beschrieben z.B. in meinem Schottlandreisetagebuch 2000): MacBackpackers
- Sheena's Backpackers Lodge: sehr kleines, gemütliches Hostel in Mallaig, wird regelmäßig von Reisenden genutzt, die am nächsten Morgen mit der Fähre nach Armadale/Isle of Skye übersetzen wollen - deshalb gerade sonntags unbedingt vorbuchen, da mit dem einzigen Zug des Tages (Ankunft ca 23 Uhr) immer ein ganzer Schwung Backpacker das Hostel stürmt.
Tel: 01687-462764
nach oben
<&H2 ALIGN="center">
Ausflugstipps
Aufgebaut wie meine erste Reise durch Schottland - einmal rum im Uhrzeigersinn:
Edinburgh, Stirling, Glasgow, Oban, Isle of Skye, Highlands/Eilean Donan Castle, Inverness/Loch Ness, Culloden Battlefield & Clava Cairns
EDINBURGH - Schottlands Hauptstadt,
allerdings nicht die größte Stadt (das ist Glasgow). Edinburgh ist ein echtes Vorzeigestädtchen,
eine touristische Perle - sehr sauber (zumindest rund ums Castle), mit schnuckeliger
Architektur und jeder Menge Winkel und winzigen Gassen (closes oder wynds genannt). Es ist
wie im Bilderbuch, was durchaus nicht jedermans Sache ist (solche Leute stehen dann eher auf
Glasgow, eine recht dreckige, aber spritzlebendige Stadt - eine ehrliche Haut halt). Teuer ist
Edinburgh natürlich auch. Zu den unverkennbaren Vorteilen zählen aber vor allem die Parkanlagen.
Die PRINCES STREET GARDENS sind ein idealer Zufluchtsort im Shoppingstress, sie liegen
direkt neben der Princes Street und erstrecken sich teilweise bis zu den Mauern des Castle (in
sehr steiler Hanglage... sollte man nicht mit Gepäck und Sandalen zu erklimmen trachten...
und wer jetzt meint, dies sei ein überflüssiger Hinweis, dem kann ich nur sagen: Hast natürlich
recht, aber immerhin ist das definitiv schon vorgekommen - siehe Reisetagebuch 2000 für Details).
Man kann also einerseits wählen, ob man sich lieber von der Masse über den Bürgersteig der
Haupteinkaufsstraße schieben lassen will, oder lieber zehn Meter weiter gemütlich durch den
Park schlendert. Und bei Bedarf kann man sich auch auf die Wiese schmeißen.
(Bild)
Der Park war übrigens vor einigen hundert Jahren ein See, und zwar ein überaus schmutziger
(damals gab`s halt noch keine Klärwerke). Vielleicht gedeiht die Vegetation gerade deshalb
so gut.
Der zweite großartige und innenstadtnahe Park ist der HOLYROOD PARK - hier hat Mutter
Natur eine Art Miniaturausgabe der Highlands mitten ins Stadtgebiet gesetzt.
(Bild)
Die ganz Harten gehen da morgens joggen... möglichst bis ganz oben auf den "Arthur's Seat",
mit 823 Fuß der höchste Hügel des Parks. Genialer Ausblick von da oben!!! Vorausgesetzt
natürlich, das Wetter ist gut. Besonders empfehlenswert bei Sonnenauf- und untergang. Außerdem
kann man in der den Hügeln vorgelagerten, riesigen Wiese sehr gut sporteln.
Zum Holyrood Park kommt man (mit Castle als Ausgangspunkt) am Besten, indem man einfach die
sogenannte ROYAL MILE komplett runterläuft und unten rechts abbiegt. Der Straßenname
Royal Mile existiert übrigens strenggenommen gar nicht (d.h., es gibt niemanden, der z.B. an
der "Royal Mile 65" wohnt), es ist lediglich die halboffizielle Einheitsbezeichnung für die
verschiedenen ineinander übergehenden Straßen, die vom Castle aus bergab gen Holyrood führen
(im Einzelnen heißen diese Straßen Castle Hill, Lawnmarket, High Street und Canongate. Könnte
auch noch die ein oder andere fehlen...). Auf der Royal Mile findet man nun wirklich jeden
Kitsch (hier kaufen hauptsächlich Touristen ein, während die Princes Street eher für den
Ottonormaleinkäfer taugt (wenn auch nicht ausschließlich)), aber auch ein paar wunderbare
kleine Lädchen, wie zum Beispiel einen Second Hand Children`s Bookstore. Außerdem befinden
sich hier viele der gratis Museen (dazu später noch ein bisschen mehr).
Um noch einmal kurz zum Thema Parks zurückzukommen, es gibt auch einen BOTANISCHEN GARTEN.
Allerdings ist der ein bisschen außerhalb und kostet auch etwas Eintritt, wenn ich mich recht
erinnere. Ist aber sehr schön, vor allem das Gewächshaus. Aber wenn man nicht auf Grünzeug
steht, kann man das Ganze auch getrost weglassen.
"Must See Activities" vom rein touristischen Standpunkt sind natürlich das CASTLE,
eventuell auch das HOLYROOD HOUSE und solche Dinge wie das SCOTT'S MONUMENT,
diverse Museen etc usw. Das Castle kostet aber ordentlich Eintritt, und ich hab`s mir auch
nur deshalb angesehen, weil ich einen "Historic Scotland Pass" hatte (also freien Eintritt
in den meisten historisch signifikanten Stätten). Ist natürlich ganz nett, und wenn man so
richtig Geduld hat, kann man mit Hilfe des Audioguides auch jede Menge interessanter Dinge
lernen. Dennoch fand ich das Stirling Castle irgendwie cooler. Genaugenommen kann ich mich
kaum an Einzelheiten vom Besuch des Edinburgh Castle erinnern. Der Ausblick auf die Stadt war
allerdings wundervoll, gar keine Frage. Das Holyrood House hab ich nur von außen gesehen,
ebenso wie das Scott`s Monument (kann man da überhaupt rein? Ich meine, mal sowas gehört
zu haben...).
Was Museen angeht, so kann ich nur zu einigen kostenlosen auf der Royal Mile was sagen.
Ich war im People's Story, was ganz nett war (allerdings nicht so gut wie der People`s
Palace in Glasgow) und dann noch im Museum of Childhood, wo man halt jede Menge Spielzeug
und sonstige Utensilien der Jugend betrachten kann. Was sich aber viel eher lohnt, wie ich
finde, sind STADTRUNDGÄNGE wie die "Hidden Underground Vaults Tour" oder sowas. Es
gibt da verschiedene Anbieter und Touren für verschiedene Zielgruppen. Manche sind einfach
nur lehrreich, andere zielen darauf ab, einen vor Angst aus den Latschen zu hauen (wenn man
das gerne genau so haben möchte, sollte man beim Buchen der Tour sicher gehen, dass sie
"Jumper Ooters" beinhaltet, ansonsten spielt sich der Spuk allerhöchstens im Kopf ab, wenn
der Tourguide seine Geschichtchen erzählt). Wie gesagt, es gibt verschiedene Anbieter,
aber persönlich kenne ich bisher nur diesen:
Mercat Tours.
zur Ortsauswahl
nach oben
STIRLING - hier ist auf alle Fälle
das CASTLE sehenswert! Wenn's geht sollte man auch noch eine Vorstellung des "Living
History of Alba"-Theaters besuchen (läuft so ca 2-3 Mal täglich im Castle). Superwitzig und
interessant! Das Castle selbst bietet viele Gänge, Kammern, Wege, Gärten und Innenhöfe.
Manche Teile waren zur Zeit meines Besuchs nicht beleuchtet, d.h. man hatte so eine richtig
schöne Gruselatmosphäre in den Kammern. Neben dem Castle befindet sich ein uralter
FRIEDHOF mit sehr interessanten Grabsteinen (man hatte früher einen recht morbiden
Geschmack - jede Menge Totenköpfe und Sensenmänner). Außerdem zählt ARGYLL'S LODGING
zu den ausgewiesenen Sehenswürdigkeiten, was mich aber nicht sonderlich vom Hocker gehauen hat.
Mag auch daran liegen, dass ich schon haufenweise original möblierte historische Wohnstätten
besichtigt habe...
Etwas außerhalb der Stadt steht das WALLACE MONUMENT - dort kann man dem schottischen
Nationalhelden William Wallace, weithin bekannt als "Braveheart", huldigen. Wenn man einen
einheimischen Führer dabei hat, kriegt man unter Umständen eine Belehrung in Sachen
"historische Fakten und Fehler in der filmischen Umsetzung", aber alles in allem waren
die meisten Schotten doch ganz stolz auf "ihren" Film-William Wallace. Nur die Statue am
Fuße des Monument-Hügels hat nicht besonders viele Freunde. Sie wurde nach dem Vorbild Mel
Gibsons geschaffen, hat ihren Mund weit geöffnet und trägt am Sockel die Aufschrift: FREEDOM!
Mein schottischer Führer meinte, der gute Junge sähe aus, als wolle er gerade jemandem einen
blasen (ein Pardon an alle zartbeseelten Leser). Jedenfalls hat die Statue wohl schon einige
Terroranschläge hinter sich, und muss nun nacht für nacht eingekerkert werden...
welch Ironie...
zur Ortsauswahl
nach oben
GLASGOW - wie schon oben erwähnt:
diese Stadt ist schmutzig. So ziemlich überall fliegt Müll rum (nicht haufenweise, aber
irgendwie auffällig), und die Häuser sind nicht ganz so pittoresk, adrett wie in Edinburgh.
Nichtsdestotrotz ist Glasgow ein Kracher! Erstens mal gibt es hier jede Menge toller Museen,
die fast alle umsonst sind, und zweitens ist der Trubel des nachts fast genauso groß wie
tagsüber - Pubs, Discos, Clubs, Kinos usw usf. Glasgow wirkt außerdem sehr jung, in Edinburgh
hab ich nicht halb so viele Jugendliche gesehen. Großartig ist auch die abwechslungsreiche
Architektur mit jeder Menge Kunst am Bau. Glasgow wurde ja 1990 zur europäischen
Kulturhauptstadt ernannt und hat mit den darauf folgenden Fördermitteln sein Erscheinungsbild
mächtig aufpoliert. Ein beachtenswertes Vorbild für so manche Stadt...
Sehenswert sind, wiegesagt, vor allem die Museen: Der PEOPLE'S PALACE ist eine geniale
Ausstellung über die Geschichte der Glaswegianer. Selten habe ich ein so interaktives und für
Kinder interessantes Museum gesehen! Ganz, ganz klasse gemacht. Die GALLERY OF MODERN ART
fand ich auch überraschend gut. Ich kann nämlich moderne Kunst eigentlich gar nicht leiden,
aber in dieser Gallerie gab es vor allem im Erdgeschoss einige sehr schöne Werke - knallbunt
und doch gehaltvoll. Nichts wo man draufguckt und sich denkt: "Na und? Was soll das jetzt
darstellen?" Das MUNGO'S MUSEUM war auch ganz schön, aber um da wirklich was
mitzunehmen braucht man viel Zeit, Geduld und ein ausgeschlafenes Köpfchen - hier werden
nämlich die großen Weltreligionen vorgestellt. Gleich nebenan ist die GLASGOW CATHEDRAL
mit der zugehörigen NECROPOLIS, dem Hügelfriedhof. Die Kathedrale ist hübsch, aber im
Großen und Ganzen halt vor allem eine Kirche, die Necropolis hingegen ist ein Mekka für
Friedhofsfans (und ich meine hier nicht nur Grufties und Möchtegernvampire). Viele reiche
und bekannte Persönlichkeiten sind hier unter prachtvollen Steinmonumenten begraben -
nebenan wird Bier gebraut und Fußball gespielt.
zur Ortsauswahl
nach oben
OBAN - ein Hafenstädtchen an der
Westküste mit ca 7000 Einwohnern. Oban selbst ist nicht wirklich aufregend. Gut, es gibt
einige ganz nette Pubs und Restaurants zum Abfeiern am Abend. Ansonsten nutzt man Oban
(ausgesprochen übrigens ganz genauso wie "oben", bloß mit englischem "o") eher als Stützpunkt
für Ausflüge in die Umgebung. Zum einen legen hier Fähren Richtung ISLE OF MULL und
ÄUSSERE HEBRIDEN ab, zu deren Genussfaktor ich allerdings nichts sagen kann - ich war
da noch nicht. Aber landeinwärts gibt es jede Menge wunderbarer Dinge zu sehen. Da wäre einmal
im Norden das DUNSTAFFNAGE CASTLE, im Nordosten das GLEN COE, im Osten
GLEN ORCHY, LOCH AWE und das KILCHURN CASTLE, und im Süden (was die Wenigsten
kennen) eine Gegend voller historischer Stätten und bildschöner Landschaften. Fangen wir mal
mit Letzterem an:
Südlich von Oban liegt, ganz knapp vor der Küste, Seil Island. Diese Insel ist mittels
einer Brücke mit dem Festland verbunden, welche die weltweit kürzeste Atlantikbrücke darstellt
(hat man mir gesagt). Das allein lohnt natürlich keinen Ausflug, aber erstens ist die Brücke
ganz hübsch anzuschauen, zweitens ist sie von einer traumhaft schönen Küste umgeben
(Bilder),
drittens heißt der erste Ort auf der Insel Tigh-an-Truish, was "Ort der Hose" bedeutet (weil
hier nämlich die Inselbewohner vom (zeitweise verbotenen) Kilt in festlandtaugliche Hosen
gewechselt haben), und viertens kann man am entfernten Ende der Insel den sogenannten
Sheep Shit Hill (natürlich nur im Volksmund so genannt, ansonsten heißt er Ben Dunmore
oder so ähnlich) erklimmen, von dem aus man einen atemberaubenden Blick aufs Meer hat.
(Bild)
Auf dem Festland steht auf ungefähr gleicher geographischer Höhe das Carnasseri Castle,
früher mal Mönchskloster und Puff (jawohl, gleichzeitig), heute recht guterhaltene Ruine, auf
der man schön rumkraxeln kann. Von oben hat man einen herrlichen Ausblick.
(Bilder)
Ganz in der Nähe liegt das Kilmartin Glen wo`s ein kleines Museum gibt, in dem man etwas
über die im Tal gefundenen Cairns (also Steinkreise) und Grabanlagen erfahren kann. Außerdem
ein alter Friedhof mit einigen Templergräbern. Irgendwo in dieser Gegend liegt auch das
Dunnad Fort, was wohl früher die Hauptstadt Schottlands (bzw damals "Dalriadas") war -
jedenfalls wurden hier die Hochkönige gekrönt. Vom Fort selbst ist nicht mehr viel geblieben,
und mit dem Fußabdruck im Felsen kann man vermutlich auch nur was anfangen, wenn man einen
Kundigen dabei hat, der einem die ganze Geschichte vom Krönungsritual erzählen kann. Hat man
einen solchen Kundigen im Gepäck, kann das ein durchaus witziger und informativer Besuch werden.
Ansonsten entbehrlich.
Weiter geht`s im Osten, vorbei am pittoresken Loch Awe
(Bild)
(eventuell mit Abstecher zum Kilchurn Castle, wen's interessiert. Beliebtes
Postkartenmotiv, allerdings nicht unbedingt offen für Besucher, im Fall der Fälle zudem auf
der "falschen" Seite vom See (aber gut für Fotos (mit Zoom)) und außerdem im Endeffekt sowieso
nur eine von vielen Burgruinen). Am besten direkt weiter in die Highlands, mit einem Abstecher
ins Glen Orchy, wo man herrlich schwimmen kann (wenn man keine Badewannentemperaturen
erwartet)! Das Wasser ist braun, aber keine Panik, das ist kein Industriemüll, die Färbung
rührt vom umgebenden Moorboden her und soll das Wasser sehr hautfreundlich machen. Es gibt da
auch eine Brücke von der man in den *Bach* springen kann (*ahem* naja, ich weiß ja nich...).
Für den der's ruhiger mag: rundrum gibt's sehr viele Felsen zum Sonnen und einige natürliche
Duschvorrichtungen.
Ebenfalls sehr gut baden kann man im Glen Coe, dort ist das Wasser übrigens kristallklar.
Außerdem gehört Glen Coe landschaftlich zu den absoluten Höhepunkten einer (kurzen)
Schottlandtour (es gibt da bestimmt noch viel beeindruckendere Gegenden, in die aber kaum ein
Durchschnittstourist kommt).
(Bild)
Noch dazu hat es eine zu Herzen gehende
Geschichte.
Oh cruel was the snow, that sweeps Glen Coe and covers the grave o' Donald, oh cruel was the
foe, that raped Glen Coe and murdered the house of MacDonald... Wer sich vor dem Wandern nicht
scheut, dem sei das weitere Erforschen des Tals und der Nebentäler empfohlen. Hab ich zwar
selbst noch nicht gemacht, aber scheint mir sehr sehr vielversprechend.
Weiter geht's Richtung Norden, zum Dunstaffnage Castle. Prinzipiell natürlich auch
wieder nur eine von vielen Burgruinen. Aber für Fans selbiger sehr schön. Ist noch einigermaßen
gut erhalten, mit einigen Treppen und Kammern die's zu begehen gilt - etwas entfernt im Wald ist
außerdem noch eine Kapelle.
zur Ortsauswahl
nach oben
ISLE OF SKYE
Speed, bonnie boat, like a bird on the wing over the sea to Skye! Skye ist traumhaft! Sehr
viele Touristen verpassen die Westküste der südlichen SLEAT PENINSULA, da sie entweder
direkt über die Brücke von Kyle of Lochalsh nach Kyleakin fahren, und so die Südinsel vollkommen
ignorieren, oder aber sie fahren mit der Fähre von Mallaig nach Armadale und fahren dann auf
dem schnellsten Wege (nämlich der Straße an der Ostküste) rauf nach Kyleakin und weiter in den
Norden, wo die ganzen ausgewiesenen Sehenswürdigkeiten zu finden sind....... böser Fehler!!!
Sleat ist ein geniales Fleckchen Erde - wenn auch nicht zum wochenlangen Aufenthalt... aber
nachdem ich während meiner MacBackpackers-Tour einmal über die Weststraße kutschiert worden
war, fasste ich sofort den Entschluss: Hier muss ich mal mit dem Fahrrad lang fahren! Ganz
nebenbei bemerkt: Diese Straße strotzt nur so von Bergen mit 20% Steigung und spitzen Kuppen
(absolut ganz und gar nicht geeignet für größere Fahrzeuge!!!! Wir sind da mit nem Mercedes
Minibus kaum rübergekommen! Genaugenommen hat man's schon knirschen hören...). Wiegesagt,
schlimme Berge gibt's da. Schlimm für Fahrradfahrer, aber nichtsdestotrotz ist die Strecke
zum Radeln mehr als nur zu empfehlen. Wenn ich mal meine liebe Conny zitieren darf, mit der
ich dann im auf die MacBack-Tour folgenden Frühjahr Sleat mit dem Fahrrad erfahren hab: "Ich
danke dir, dass du mich hierhin gebracht hast! Das ist noch viel viel schöner als alles, was
wir in Irland gesehen haben!"
Und das war, ich möchte es nochmals betonen, im *Frühling*. Im Sommer ist das noch tausendmal
besser! Und es ist herrlich einsam...
Nun aber zum "Hauptteil"der Insel. Normalerweise kommt man so oder so erstmal durch
KYLEAKIN, bzw knapp daran vorbei, und viele (vor allem aber Backpacker) übernachten da
auch. Das ist auch vollkommen o.k., denn so groß ist die Insel nicht, dass man nicht das Meiste
als Tagesausflug von Kyleakin aus machen kann. Ansonsten hat das Nest nichts Unentbehrliches
zu bieten. Es gibt halt mal wieder ein paar ganz nette Pubs, einen Aussichtshügel und auch eine
Burg mit einer Geschichte, die ich so halb vergessen hab, die aber mit den Namensgebern der
beiden berühmtesten Pubs - Saucy Mary und King Haakon - zusammenhängt.
Wer nicht in Kyleakin übernachtet, der schlägt sein Lager vermutlich in PORTREE auf.
Hier gibt es nun zunächst mal einige nennenswerte Shops, sowie die vermutlich am häufigsten
fotografierte Häuserzeile Schottlands. Die EINKAUFSMÖGLICHKEITEN beinhalten zwei meiner
absoluten Lieblingsshops überhaupt: Die MacKenzie's Bakery am Somerled Square und
Skye Batiks, wo man übrigens immer gratis Kaffee angeboten kriegt. Die Bakery wurde
uns von unserem MacBack-Busfahrer empfohlen, und der Mann hatte recht! Die Sachen sind
einfach lecker lecker lecker! Skye Batiks war im Übrigen ebenfalls eine Empfehlung selbigen
Busfahrers. Ist ein Klamotten- und Accessoirladen, spezialisiert auf knallbunte, oft mit
keltischen Motiven versehene Waren. Um mal einen Eindruck zu bekommen,
hier klicken.
Von Portree aus kann man nun locker in einem Tag den NORDOSTEN der Insel umrunden
(locker nur mit dem Auto, natürlich). Verfahren kann man sich da auch nicht wirklich, denn
die (Haupt-)Straße führt halt einmal an der Küste lang, zurück nach Portree. Für die
einzelnen Sehenswürdigkeiten muss man zwar mal einen kleinen Abstecher machen, aber nichts
Weltbewegendes.
Fährt man jetzt also gegen den Uhrzeigersinn rum, dann kommt man erstmal am
OLD MAN OF STORR vorbei. Wenn man Glück hat, kann man ihn sogar sehen... falls aber
nicht, falls er in den tiefhängenden Wolken/Nebeln versumpft ist - Pech gehabt. Was ist
eigentlich der Old Man of Storr? Ein Stein. Ein simpler, einzeln stehender, aufrechter Stein.
Für sich allein genommen keine große Sehenswürdigkeit - macht sich aber mit den Bergen
dahinter gut als Fotomotiv. Als nächstes gibt es wahlweise mehrere nette KÜSTENAUSBLICKE,
oder spätestens dann einen solchen Ausblick inklusive Abhaken der gleichnamigen
Sehenswürdigkeit am KILT ROCK. An selbiger Stelle fast noch lohnenswerter als die
Felsformationen: der Feengesang. Der Wind fängt sich hier nämlich so unter den Klippen,
dass ein eigenartiger Singsang entsteht. Oder, für romantischere Seelen, hier singen eben
Feen. Eindeutig männliche Feen, allerdings.
Nächster Punkt der Tour: das QUIRAING... allein schon das Wort ist doch herrlich! Das
Quiraing ist ein Bergmassiv, und ist mir als einer der schönsten Orte der Insel in Erinnerung
geblieben. Grünes Gras, Felsen und gelegentlich mystische Nebel... *seufz* wunderschön.
Eventuell lohnend für ein paar ausgiebigere Wanderungen.
(Bilder)
Aber wir müssen ja weiter, immer weiter... und so kommen wir zum FAIRY GLEN. Um es zu
finden, muss man ein bisschen von der Hauptstrecke abweichen, nämlich einmal hinter dem Uig
Hotel bei Balnaknock abbiegen, dann etwas Geduld, und bald wird man mit einem ersten Blick auf
diese Miniaturberglandschaft belohnt. Hier hat anscheinend der Vulkan der Skye mal war noch ein
bisschen sanft vor sich hingeblubbert, denn die Miniberge haben diese typische Rillenform, die
man auf Skye dank vulkanischen Ursprungs häufig sieht. Bleibt nur noch zu sagen: Live long and
prosper. How. Naja, natürlich gibt's zum Fairy Glen noch ne ganze Menge zu sagen (der Name
deutet es ja schon an, gelle?), aber diesbezüglich schaut halt mal lieber in meinen
Reisetagebüchern nach.
Ansonsten kann man sich mal wieder eine der vielen Burgruinen anschauen, nämlich
DUNTULM CASTLE, die auch eine recht nette Geschichte hat, und laut unserem
MacBack-Busfahrer... aber lest auch hierfür besser das Reisetagebuch (vom Jahr 2000), diese
Feengeschichten sind immer so lang und kompliziert...
Wobei mir einfällt, es wäre
vielleicht keine schlechte Idee, eine der MacBackpackers oder sonstigen TAGESTOUREN
auf Skye mitzumachen! Es gibt, soweit ich weiß, mehrere Anbieter - gewöhnlich starten sie in
Kyleakin an einer der Jugendherbergen. Einfach mal nachfragen, es lohnt sich!
Ja, und die letzten Sehenswürdigkeiten, die mir so einfallen, sind
Flora MacDonald's Cottage und Grab, und das Skye Museum. Letzteres ist wirklich
gut, wenn man was über die (bevölkerungstechnische) Geschichte der Insel wissen will. Falls
aber nicht, kann man das auch knicken. Und ob man nun Flora MacDonald's Cottage sehen will,
oder nicht, wird man schon selber wissen (wer ist Flora MacDonald???).
Über die HALBINSEL TROTTERNISH mit den berühmten Black Cuillins etc kann ich leider
nichts sagen, da es mir noch nicht vergönnt war, diese zu erforschen. Auf das sich dies eines
Tages ändern möge.
zur Ortsauswahl
nach oben
HIGHLANDS/Eilean Donan Castle
"Die Highlands" sind ja nun ein ziemlich ausladendes Fleckchen Erde. Und ich kenn sie längst
noch nicht wie meine Westentasche... einige in den Highlands gelegene Orte habe ich ja bereits
vorgestellt, denn technisch gesehen beginnen die Highlands nicht weit von Stirling und Glasgow.
Die HIGHLAND LINE (und damit meine ich nicht die Zugstrecke) zieht sich vom unteren Teil
des Firth of Clyde quer durchs Land rauf nach Stonehaven. Klar, Glen Coe und die umliegenden
Täler gehören offensichtlich schon dazu, ebenso wie natürlich Ben Nevis, der ja der
höchste Berg Schottlands ist. Dennoch, ich weiß ja nicht wie Ihr so denkt... aber für mich
beginnen die "echten" Highlands eigentlich erst da, wo sie nicht von Touristenströmen
überschwemmt sind. Sprich: Ein ganzes Stück nördlich von Inverness. Mit anderen Worten:
Ich hab sie selbst noch nicht mit eigenen Augen gesehen. Jedenfalls nicht im Extrem. Immerhin
hat uns aber Roger (der MacBack-Busfahrer) auf dem Weg von KYLE OF LOCHALSH nach INVERNESS
einen kleinen Abstecher in die wilderen Bergregionen gegönnt. Er hat nämlich nicht die kurze
Direktroute über Achnasheen genommen, sondern ist vorher (am Ende des Meeresarmes) nach Norden
abgebogen, und hat uns über die heftig steile Küstenstraße der APPLECROSS-HALBINSEL
(nichts für schwache Nerven) kutschiert. Das war eine sehr schöne Strecke mit grandiosen
Ausblicken, und kam dem was ich mir unter Highlands vorstelle am nächsten. Da wir aber kaum
angehalten haben, geschweigedenn mal rumgewandert sind, steht eine richtige Begegnung mit den
Highlands für mich noch aus.
Ach ja, EILEAN DONAN CASTLE - dieses weltberühmte Gemäuer steht einige Kilometer
östlich von Kyle of Lochalsh, wer's also sehen will (meiner Meinung nach lohnt's sich schon,
erstens einfach wegen der vielen Filme, die hier gedreht wurden (bei deren späterer Betrachtung
man also wird sagen können: "DA WAR ICH! DA WAR ICH!" ;oP), zweitens weil es mal ausnahmsweise
keine Ruine ist und von herrlich engen Gängen und Alkoven ausgefüllt ist) - ja, wer`s also
sehen will, der sollte das noch *vor* dem Abschwenken nach Norden tun.
(Bilder)
zur Ortsauswahl
nach oben
INVERNESS/Loch Ness
Also, von Inverness selbst hab ich nicht allzuviel gesehen. Hab da zwar zwei Nächte
(hauptsächlich in Pubs) verbracht, aber den dazwischenliegenden Tag haben wir mit einem
Ausflug zum Loch Ness und nach Fort Augustus verbracht. In Fort Augustus kann
man am Bootshaus eines Feriendorfes Kanus, Motorboote und so Krams ausleihen (natürlich nicht
wirklich billig), außerdem Wasserski fahren, und sich auf einer Art Traktorreifen übers
Wasser ziehen lassen. Allerdings befindet man sich dabei nicht so richtig auf/im Loch Ness,
allerhöchstens ist das ein Seitenarm oder sowas, jedenfalls erinnere ich mich, dass der
Freiraum deutlich begrenzt war (verglichen mit einem so langen Seeungetüm wie dem Loch Ness
jedenfalls).
Loch Ness ansich ist schon ganz schön, und wenn man Glück mit den Lichtverhältnissen
hat, kann's richtig atemberaubend werden. Nichtsdestotrotz ist und bleibt ein Besuch des Loch
Ness natürlich eine typische Touristenaktion... aber man kann was draus machen. 1.) Man
halte fleißig (und ehrerbietig) nach Nessie Ausschau (wer tut das nicht?), 2.) Man suche
den Wohnwagen des Nessieforschers Steven Feltham am einen Ende des Lochs auf (netter Kerl,
weiß ne Menge interessanter Sachen zu erzählen und ist offizieller Freund aller
MacBackpackers-Busfahrer), und kaufe eine seiner Fimo-Nessiefiguren. Davon lebt der Mann
nämlich, und das sollte man unterstützen, finde ich. Außerdem sind sie sehr putzig.
MacBackpackers-Gruppen veranstalten hierum regelmäßig Lotterien, und ratet mal, wer eine
Nessie (it`s a she) gewonnen hat? *jahahaha*, 3.) Zeit, ans Eingemachte zu gehen: Man
entblöße sich bis auf unentbehrliche Kleidungsteile, tauche ab in den See (aber Vorsicht,
nicht zu schnell, der ist mächig, mächtig kalt!), und entledige sich unter Wasser der
restlichen Stofffetzen. Darf man dann auch vorm Aussteigen wieder anziehen. Hauptsache ist
nur: If you didn`t nude up in Loch Ness, you haven't really experienced it. Ob ich das
auch gemacht hab? Öhm, nö... noch nicht =0D.
zur Ortsauswahl
nach oben
CULLODEN BATTLEFIELD & CLAVA CAIRNS
Wenn man diese Gedenkstätte besucht, sollte man am Besten schon vorher einigermaßen über die
hier stattgefundene Schlacht Bescheid wissen. Das ist sonst ein bisschen wie durch Auschwitz
zu spazieren, ohne je vom 2. Weltkrieg gehört zu haben. Auf dem heideüberwucherten Gelände
von Drummossie Moor (auf dem Gebiet des Gutshofs Culloden) verloren am 16. April 1746
über 1000 schottische Clansmänner ihr Leben... innerhalb von ungefähr einer Stunde. Laut
einer Internetquelle
fielen auf der gegnerischen Seite "nur" 30 Soldaten (schlimm genug). Die letzte Schlacht
auf britischem Boden, und der endgütige Untergang der jakobitischen Rebellen. Wenn man
jedenfalls genug Geschichten darüber gelesen hat, und vielleicht auch ein bisschen Sympathie
für die schottische Unabhängigkeitssache hegt, dann sollte man sich beim Besuch des
Schlachtfelds auf einen emotionalen Aufruhr gefasst machen. Mit anderen Worten: Mir standen
die Tränen bis Oberkante Unterlid, und ich war nicht die einzige, der`s so ging. Besonders
die namenlosen Grabhügel haben mich schwer mitgenommen. Dadrin liegen jene Highlander, die
man aufgrund ihres bedauernswerten Zustands (nackt (von den Engländern absichtlich ihrer
Clansfarben beraubt) und zerschunden) nicht mehr identifizieren konnte...
Was eventuell in der Gegend auch noch einen Besuch lohnt sind die Clava Cairns -
Steinkreise. Nichts im Stil von Stonehenge oder so, aber ganz nett (wenn auch voller Touristen),
vor allem mit die umliegenden Baumgruppen.
zur Ortsauswahl
nach oben
P.S.: Die hübschen kleinen Grafiken 

... auf dieser Seite sind nicht von mir gemacht, sondern von hier kopiert!