Anreise 
- mit Bus... ein klares Wort vorweg: Macht euch mal nur keine Illusionen, mit dem Bus nach Schottland zu fahren erfordert schon ein gewisses Maß an Ausdauer. Man darf weder vom Sitzen Rückenschmerzen kriegen, noch sollte es einem im Bus generell schlecht werden (naja, gibt ja Reisetabletten), noch sollte einem möglicher Schlafmangel garantiert jegliche Laune verderben, und man sollte sich auch bewusst sein, dass man in einem Reisebus nicht viele Fluchtmöglichkeiten hat, wenn die Mitfahrer nerven.
So, wer jetzt noch nicht abgeschreckt ist, der prüfe weiterhin sein Gewissen: Hab ich Probleme, im Bus/Auto/Zug (also im Sitzen) zu schlafen? Muss ich etwa alle zehn Minuten aufs Klo? Halt ich's nicht länger als zwei Stunden ohne Zigarette aus (im Bus is nix mit Rauchen)? Hab ich unerträgliche Stinkefüße und kein Gegenmittel (sollte man seinen Mitfahrern möglichst nicht antun, und die ganze Fahrt über die Schuhe anzubehalten dürfte zu einer Belastungsprobe werden)? Und, ganz ehrlich, halte ich das aus? Über 24 Stunden Busfahren? Zieht's euch rein: 24 Stunden! Von Köln bis Edinburgh, wohlgemerkt.
Immer noch da? Fein :o) Dann geht's euch vielleicht so wie mir: Seh ich nen Reisebus, denk ich an Urlaub! Für mich sind Reisebusse die erste Wahl, weil sie mich gleich in ein für unsere Zeit ganz untypisches Tempo versetzen. Keine hopp-rein-schnellschnell Flug- und dann Urlaubshetze. Nein, Busreisen passen voll in mein Bild vom Rucksackreisen - es ruhig angehen lassen, die Landschaft genießen, den Mitfahrern lauschen (anders ausgedrückt: einen Einblick in andererleuts Ausblick erhaschen), ganz nebenbei einen Blick auf viele fremde Städte werfen, lange, lange Zeit zum Nachdenken haben, zum Musikhören, zum Lesen, und vor allem muss man mal mit anderen Gegebenheiten fertig werden. Jeder Toilettenbesuch mit Waschmöglichkeit wird hierbei zum ultimativen Luxuserlebnis. Und stellt euch nur mal die Sensation einer Dusche am Ende der langen Reise vor! Sowas weiß man doch als Schnellreisender gar nicht mehr zu schätzen ;oP.
Genug gelabert? O.k., kommen wir zu den harten Fakten...
oder aber ab nach oben
Busfahren ist mittlerweile nicht mehr wirklich die absolute Billigsreisevariante, aber schlägt immer noch die meisten Flugangebote, und vor allem die Anreise mit der Eisenbahn, um Längen. Eisenbahn kann man prinzipiell eigentlich sowieso schon mal vergessen, es sei denn, man ist totaler Eisenbahnfanatiker und nebenbei auch noch Millionär. Ich hab mich mal erkundigt, was das so kosten würde, und bekam kaum den Mund wieder zu! Irgendwas um 500 Euro (hin und zurück). Vergesst es!
Zu Flügen kommt dann logischerweise unter Anreisevariante Flug noch was (etwas weiter unten).
Was kostet also das Busfahren? Und mit wem fährt man da überhaupt? Antwort: Die Deutsche Touring GmbH ist Teil des EUROLINES Netzwerks (das im Übrigen auch einige eher zweitklassige Unternehmen beherbergt, also erwartet nicht immer den reinen Luxusliner), welches meines Wissens die einzige Auswahlmöglichkeit für internationale Busreisen darstellt.
Ein paar Beispielpreise (natürlich ohne Gewähr):
Köln/Aachen-Edinburgh-Köln/Aachen (tägliche Verbindung, ca 24h+):
149 Euro (Erwachsene), 134 Euro (unter 26 Jahren)
ähnliche Preise (aber nur zweimal pro Woche Fahrten) von Essen, Dortmund, Düsseldorf, Oberhausen, Hamm, Münster...
Frankfurt-Edinburgh-Frankfurt (tägliche Verbindung, ca 27h+):
167 Euro (Erwachsene), 150 Euro (unter 26 Jahren)
ähnliche Preise (aber nur zweimal pro Woche Fahrten) von Mannheim, Heidelberg, Baden-Baden und Freiburg (ca 33h+).
Hannover-Edinburgh-Hannover (zweimal pro Woche), ca 27h+):
158 Euro (Erwachsene), 142 Euro (unter 26 Jahren)
schon wieder nach oben?
Noch ein paar Tipps für alle Busreisewilligen:
1. Nehmt euch ein Nackenhörnchen oder ein Kissen oder sowas mit, das hilft ungemein beim Schlafen!
2. Für die Brille ein Etui mitnehmen! Ich zumindest kann nicht ruhig schlafen, wenn ich meine Brille nicht sicher verstaut weiß. Besser noch: Kontaktlinsen benutzen (gibt`s ja auch als Wegwerf-Linsen).
3. Paar frische Socken im Handgepäck wären sicher nicht schlecht.
4. Erfrischungstücher sind auch was Feines!
5. Wer im Bus lesen kann, sollte Gedrucktes dabeihaben. Manchmal wird`s sonst nämlich doch etwas sehr langweilig...
6. Musik ist natürlich auch ein wunderbarer Zeitvertreib und für mich schon fast lebensnotwendig (nichts kommt besser als schöne Musi + sich durch die Gegend kutschieren lassen). Aber bitte denkt an eure Mitfahrer *Moralapostelmiene aufsetz*... wie gesagt kann man im Bus nicht besonders gut vor nervigen Nachbarn flüchten. Noch dazu ist manch einer dann doch etwas gereizt vom ewigen Rumsitzen. Mancher hat vielleicht auch Kopfschmerzen. All diese, und viele andere mehr, freuen sich bestimmt nicht gerade ein Loch in den Bauch, wenn irgendwo im Bus ein Walkman dröhnt. Lasst ihn vorher mal "trocken" laufen, d.h. mit den Stöpseln in der Hand. Wenn ihr dann nichts hört, ist die Lautstärke akzeptabel... ach ja, und Wanderlieder singen um zwei Uhr morgens muss auch nicht sein ;oP.
7. Achtet darauf, dass ihr genau wisst, wo ihr umsteigen müsst. Außerdem sollte man auf einen Reservierungsbeleg bestehen, denn ich stand in Edinburgh schon mal da, und sollte ein "booking receipt" vorzeigen, dass mir niemand gegeben hatte. Ich bin zwar trotzdem in den Bus reingekommen, aber nur, weil sowieso noch ein Platz frei war. Den Stress muss man sich nicht geben.
8. Keine Panik! Ich vergesse jedes Mal, wie das mit dem Einchecken in London läuft (da muss man ziemlich häufig, aber nicht immer, umsteigen). Also, damit ihr's wisst, das geht so: Eine Stunde vor Abfahrt wird eingecheckt. Der (einzige?) Schalter (zumindest Richtung Deutschland) ist am Gate 19 in der London Victoria Coach Station. Dort irgendwo sollte dann ein Schild mit dem persönlichen Ankunftsort stehen, an dem man sich anstellt, dann Personalausweis und Busfahrkarte vorzeigt und dafür einen Aufkleber für's Gepäck kriegt. Den beschriftet man gegebenenfalls selber, und wartet dann geduldig auf die Ankunft des Busses und die Freigabe des Gates. Dann auf zum Bus, und tun, was alle anderen tun.
9. Gute Fahrt!
Relevante Links: 
Deutsche Touring
EUROLINES
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- mit Flugzeug... ich bin ganz ehrlich kein großer Fan vom Fliegen. Hat nichts mit Flugangst zu tun und auch nur marginär mit der ja offenbar immensen Umweltbelastung, die durch zu regen Flugverkehr entsteht. Es ist eher so, dass ich mich auf einer Stunde Flug fast mehr langweile als während einer dreißigstündigen Busfahrt. Gut, es kommt auch aufs Wetter an, denn als ich das letzte Mal geflogen bin, konnte ich überhaupt nicht aus dem Fenster schauen, weil ich dann blind geworden wär (über den Wolken... muss die Sonne wohl grenzenlos grell sein...). Und immer nur auf den netten Bildschirm mit den Flugdaten zu starren, macht auf Dauer auch keine Freude. Ach ja, man kann sich natürlich auch was zum Lesen mitnehmen und so... aber leider wird mir davon dann meist schlecht, bzw krieg ich vom Fliegen und dem ganzen nervenaufreibenden Drumherum (auch Einchecken und Flugzeugfinden genannt) Kopfschmerzen...
Naja, aber manchmal hat man ja einfach nicht die Wahl, sei es aus Zeitmangel oder aus Abneigung gegen Busse, Fähren/lange, unter Wasser gelegene Tunnel oder vielleicht auch, weil Fliegen einem den totalen Kick gibt... dann heißt es halt, den billigst möglichen Flug zu finden (ohne die eigenen Überlebenschancen mehr als nötig zu vermindern).
Hier mal ein paar Möglichkeiten:
Mit Ryanair von Frankfurt (Hahn) oder Hamburg (Lübeck) oder Düsseldorf (Weeze) nach Glasgow Prestwick - die Preise sind ziemlich unberechenbar, es kommt darauf an wie früh man bucht, zu welcher Zeit man fliegen will und wahrscheinlich auch, wieviele und welche Tage zwischen Hin- und Rückflug liegen. Aber nur mal so als Beispiel: Buchungsanfrage, Anfang Juli getätigt, für die Daten Hinflug 13. Oktober, Rückflug 14 Dezember - Ergebnis: pro Flug knapp 25 Euro. Damit ließe es sich doch leben, oder?
Mit German Wings von Köln-Bonn nach Edinburgh.
Mit Easy Jet nach Edinburgh oder Glasgow von Amsterdam oder Genf.
Mit Air Berlin von mehreren deutschen Städten (Berlin, Münster, Hannover, Paderborn, Nürnberg, Leipzig, Düsseldorf) aus nach Glasgow.
Mit HLX - Hapag Lloyd Express von
Hamburg nach Edinburgh.
Für meinen Flug mit British Airways von Düsseldorf nach Edinburgh im April 2001 hab ich übrigens etwa 500 DM retour gezahlt. So ungefähr auf diesem Niveau scheinen sich die Preise auch heute noch (2006) zu bewegen.
Um einen Flug zu finden, vielleicht mal hier probieren:
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Oder hier:
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Transport in Schottland 
Bus...
Bahnfahren...
Fahrrad...
Backpackertouren...
Bus 
Theoretisch könnte man wohl sagen, dass auch in Schottland, genau wie in England, Wales und Irland, der Bus das bevorzugte öffentliche Verkehrsmittel ist, denn auch hier ist das Busnetz deutlich dichter als das Eisenbahnnetz. Ich allerdings habe trotzdem die gute alte Eisenbahn genutzt. Beides hat so seine Vorteile, aber schauen wir uns zunächst mal die finanzielle Seite des Busfahrens an:
In Schottland selbst findet man vor allem City Link Busse, für die man einen eigenen Pass kaufen kann - Explorer Pass heißt der und kostet zwischen ca 50 und 130 Euro für freie Fahrt an 3 aufeinanderfolgenden, 5 von 10, oder 8 von 16 Tagen.
Wenn man auch im Rest Großbritanniens mit dem Pass fahren will, lohnt sich vielleicht eher ein Brit Xplorer Pass - der gilt sowohl in den schottischen Citylink-Bussen als auch auf den National Express-Routen, die den Rest der Insel versorgen. Allerdings kostet der billigste Pass aus diesem Angebot schon locker mal 115 Euro, gilt dann aber auch für sieben Tage.
Es gibt im Übrigen einen guten Grund, warum man in Schottland eher die Eisenbahn als Transportmittel nutzen sollte, zumindest beim ersten Besuch. Dieser Grund ist schlicht und einfach die landschaftliche Schönheit der schottischen Bahnstrecken. Wenn man sich daran irgendwann endlich sattgesehen hat, kann man ja immer noch auf den Bus umsteigen (so beim dritten oder vierten Schottlandurlaub...). Mehr zum Bahnfahren im nächsten Abschnitt.
Relevante Links: 
Scottish Citylink
National Express
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Bahn 
Auch fürs Bahnfahren gibt es lohnenswerte Touristenpässe - meines Wissens sind sie alle von Britrail. Aber Achtung: Britrail-Pässe muss man bereits in Deutschland kaufen! In Großbritannien selbst gibt es diese Pässe nicht, da sie nur für Touristen gedacht sind. Man kriegt sie an allen größeren Bahnhöfen Deutschlands - wenn die Leute am Tresen sich ein bisschen doof stellen (ich fürchte, so oft fragt da durchschnittlich niemand nach Britrail-Pässen) einfach weiterpochen, am Besten den Namen des Passes auf einen Zettel schreiben und sich gar nicht erst mit der Aussprache und Hörverständnisproblemen rumschlagen...
Ein auf Schottland beschränkter Bahn- und Fährpass ist der Freedom of Scotland TravelPass. Der kostet so ungefähr 130 Euro für freie Fahrt an 4 innerhalb von 8 Tagen, und etwa 180 für 8 innerhalb von 15 Tagen. Busfahren ist zwar deutlich billiger (z.B. Explorer Pass 8/16 = ca 130 Euro), aber es gibt in Schottland dermaßen schöne Bahnstrecken, die sollte man sich nicht entgehen lassen! Besonders schön ist die Strecke der West Highland Line, die man z.B. auf der Fahrt von Glasgow nach Oban, Fort William oder Mallaig befährt. Der absolute Knotenpunkt ist hierbei Crianlarich, und man muss aufpassen, in welchem Waggon man sitzt, denn in Crianlarich wird der Zug getrennt - meist fahren zwei Waggons nach Oban, zwei nach Fort William und zwei nach Mallaig.
Eine ziemlich unpraktische Eigenart des schottischen Eisenbahnnetzes ist die Tatsache, dass es eigentlich kein echtes Netz ist. Es hat nämlich ein Riesenloch an der Westküste - will man von Kyle of Lochalsh nach Mallaig fahren (was in Vogelfluglinie gerade mal irgendwas zwischen 50 und 100 Kilometern sein dürfte) dauert das 13 Stunden!!! Denn man muss dann leider über Inverness, Edinburgh, Glasgow und Crianlarich fahren... umgehen kann man dieses Problem, indem man die Isle of Skye als "Brücke" benutzt (dort fahren allerdings keine Züge), denn von Kyle of Lochalsh kommt man nach Kyleakin (auf Skye) und dann wiederum von Armadale nach Mallaig. Oder umgekehrt. Man kann selbstverständlich auch einfach den Bus von Kyle nach Mallaig nehmen... aber warum nicht zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen? Skye ist immer einen Besuch wert.
Es gibt aber noch einen weiteren sehr interessanten Pass, den ich selber schon mehrmals genutzt habe - der Britrail Flexipass gilt auf allen Hauptzugstrecken in ganz Großbritannien. Grundsätzlich gilt er für zwei Monate, und je nach Preisklasse kann man dann an 4, 8 oder 15 Tagen den Pass benutzen. Und man spart wirklich eine Menge wenn man für knapp 200 Euro acht beliebig weite Fahrten innerhalb von GB machen kann. Allein eine stinknormale Fahrt (ohne Ermäßigung oder Sonderangebote) von Edinburgh nach Cardiff kostet schon 150 Euro. Mit dem Bus würde diese Fahrt allerdings nur 70 Euro kosten, dauert dann aber runde 11 Stunden, wohingegen die Bahnfahrt nur etwa 7-8 Stunden dauert.
Relevante Links: 
Britrail Pässe
ScotRail
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Fahrrad 
Tja, Radfahren in Schottland... eine grandiose und heikle Angelegenheit. Wenn einen schon die Berge nicht schaffen, dann höchstwahrscheinlich das Wetter. Aber wenn man Glück hat, und alles bleibt angenehm temperiert und trocken, dann ist das Radeln eine wahre Wonne. Berge werden dann halt erschoben (wobei man aufpassen muss, wenn man schweres Gepäck hinten drauf hat - lässt man nur einmal kurz das Rad los, isses weg ;oP).
Besonders schön für Radtouren finde ich persönlich die Insel Skye, und dabei vor allem auch die relativ unbekannte Nebenstrecke entlang der Westküste der südlichen Halbinsel Sleat. Zugegebenermaßen bin ich aber auch sonst noch nirgends in Schottland Fahrrad gefahren...
Wie immer begegnet man aber auch hier dem Problem der extrem hohen Fahrradleihgebühren -
Relevante Links: 
Scotland Info - Cycle and Bike Hire
Fife-Cycleways
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Backpackertouren 
MacBackpacker war die erste Backpackergesellschaft, mit der ich mich auf Tour traute - und ich hab es nicht bereut! Zwar war die Reise nicht gerade billig (150 Euro für eine Woche zuzüglich Unterkunft und Verpflegung), aber selten hatte ich so viel Spaß und habe so viele ungewöhnliche Dinge getan, gehört und gesehen. Die MacBackpackers-Fahrer sind regelmäßig der Traum aller weiblichen Mitfahrer (weiß natürlich nicht, wie's mit ner Fahrerin läuft), vor allem weil sie normalerweise einen Kilt tragen. Mit den kleinen Bussen kommt man an viele anderen Touristen unbekannte Stellen, und überhaupt wissen die MacBackpackers, was es lohnt angesehen zu werden und was nicht. Man bekommt wirklich einiges an kulturellem Wissen und interessanten Anekdoten geboten. Backpackertouren sind also keine reinen Saufgelage...
Der zweite große Tourenanbieter in Schottland ist Haggis. Ist sicher auch gut, aber ich liebe halt meine MacBackpackers, und bei denen werd ich auch bleiben. ;o)
Relevante Links: 
MacBackpackers
Haggis
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