Hostel-Wegweiser für Wales 
Bis vor wenigen Jahren gab es in Wales lediglich ein paar "normale" Jugendherbergen, d.h. solche Hostels, die dem großen International Youth Hostelling Dachverband unterstehen, und in denen alles seine Regeln hat (Mitgliedsausweis oder mehrmaliger Aufpreis (bis man die Jahresgebühr des Mitgliedsausweises schließlich abbezahlt hat), manchmal Sperrstunden, Altersbegrenzungen, jede Menge Schulklassen...). Aber mittlerweile haben sich endlich auch einige Independent Backpacker Hostels etabliert (ich mache keinen Hehl draus, dass ich diese stark bevorzuge) - für diese Hostels braucht man keinen Mitgliedsausweis, man kann so alt sein wie man will, und man begegnet in ihnen fast nur anderen Individualreisenden. Bisher konnte ich leider nur in zweien dieser Hostels selbst übernachten (in Cardiff und Snowdonia), deshalb kann ich auch nur zu denen etwas mehr sagen, und für den Rest lediglich einen Link und vielleicht ein-zwei Worte anbieten. Aber bevor ich das tue, hier noch der Link zur Seite der IYH-Jugendherbergen in Wales und England.
Independent Backpacker Hostels
gibt es in
Cardiff, Snowdonia (Tremadog), Swansea, Brecon Beacons (Tredegar), Caernarfon, Abergavenny, Llanwrtyd und Fishguard
- Cardiff Backpacker - Riverside, Cardiff
Hier habe ich selbst im Sommer 2002 schon drei Nächte verbracht - ein sehr schönes und nett geführtes Hostel, wenn auch mitunter der Zustand der Türklinken, sowie die etwas spärliche Anzahl der Duschgelegenheiten zu wünschen übrig lässt. Aber das Fernsehzimmer ist super, es gibt nen Billiardtisch, Internetzugang (natürlich nicht ganz billig, besser ins Internetcafé in der Innenstadt gehen), eine gut ausgestattete und saubere Küche, eine mittelgroße Leinwand im Speise- und Rumsitzsaal, eine kleine Bar in selbigem Saal, eine schöne Dachterasse, und morgens gibt's umsonst Toast und Marmelade soviel man will. Ein kleiner Nachteil für ängstliche Zeitgenossen: Die Gegend rund ums Hostel ist nicht gerade nobel. Aber wirklich stören tut das eigentlich meiner Erfahrung nach nicht. Außerdem liegen das Castle, der Bute Park, der Bahnhof und überhaupt die gesamte Innenstadt von Cardiff in bequemer Gehweite vom Hostel (5-10 Minuten). Alles in allem Note 2,5.
- Snowdon Lodge - Tremadog
Eines meiner liebsten Hostels überhaupt - was nicht zuletzt an den wunderbaren Besitzern Carl und Anja liegt. ;o) Aber auch das Gebäude ansich (die Geburtsstätte des Lawrence von Arabien) ist sehr schön, die Zimmer sind sehr gemütlich eingerichtet, und pro Bett gibt es einen Spintschrank. Aufenthaltsräume gibt's gleich mehrere, ein Esszimmer, einen Fernsehraum mit Kamin, ein Spielezimmer, eine Bar... die Küche ist super ausgestattet, und auf Wunsch (und gegen Aufpreis) kriegt man sogar ein leckeres Mahl gekocht. Zur Not dreimal täglich. Ansonsten ist zumindest ein einfaches Frühstück (Toast und Frühstücksflocken) umsonst. Es gibt noch einige weitere Annehmlichkeiten (Wäschetrockenraum, Grillmöglichkeiten im Garten, gute Duschen, eine erlesene Videokollektion ;o) etc), aber was das Allerbeste ist: Carl und Anja sind sehr hilfsbereit und können einem locker mal den Tag retten, wenn man als kompletter Wales-Neuling zu ihnen hereinstolpert, und was erleben will. Sehr empfehlenswert! Note 1,0. :o)
nach oben
- Merlin's - Swansea
- Hobo Backpackers - Tredegar
- Totters - Caernarfon
- Black Sheep Backpackers - Abergavenny
- Stonecroft Inn - Llanwrtyd
- Fishguard Backpackers - Fishguard
nach oben
Ausflugstipps 
Cardiff, rund um Cardiff, Porthmadog, Blaenau Ffestiniog, Mount Snowdon
CARDIFF - Wales' Hauptstadt ganz im Süden des Landes - mein erster Eindruck war zugegebenermaßen ein kleines bisschen erschreckend, da die Gegend in direkter Umgebung des Bahnhofes nicht gerade mit Gemütlichkeit glänzt (das war 2002, mag sich aber in Zukunft wohl noch ändern, vor allem wenn Cardiff tatsächlich 2008 European Capital of Culture werden sollte). Aber bis zur eigentlich Innenstadt ist es gar nicht weit, und die ist dann auch sehr schmuck, mit vielen Blumen (naja, im Sommer halt), den üblichen Geschäftsketten (Boots, LUSH, New Look, Borders, Starbucks Coffee und wie sie alle heißen), den üblichen Shopping-Malls und sehr hilfreichen Schilderwäldern, die einen den Weg zu den Sehenswürdigkeiten wiederfinden lassen. (Bilder)
Wo ich gerade von Sehenswürdigkeiten spreche - da gibt es einmal, ganz wichtig, CARDIFF CASTLE. Das Innere des Castle kann man nur im Rahmen einer Führung besichtigen, was sich aber auch sehr lohnt - es gibt viel anzuschauen und zu lernen (hauptsächlich lernt man, dass sich früher die Raumdesigner sehr viel mehr Gedanken über die Raumsymbolik gemacht haben...). Im Burghof steht noch ein kleiner Extraturm, namentlich "The Keep", den man besteigen kann, und dann einen herrlichen Ausblick über die Stadt und ihre Umgebung hat. (Bilder) Dann sieht man zum Beispiel auch den BUTE PARK, der an das Castle grenzt. Ein großer, sehr gepflegter Park mit großen Wiesen und viel Trubel bei Sonnenschein. Zur Castle Street hin wird der Park von der ANIMAL WALL begrenzt, einer Steinmauer die von einer Reihe steinerner Tierskulpturen geschmückt wird. Schönes Fotomotiv. (Bilder)
Rechts vom Castle geht's in Richtung Shoppingmeile und (etwas weiter nördlich) zum CIVIC CENTRE, einer Ansammlung von weißen Protzbauten, in denen einerseits so Krams wie Polizei und Gericht untergebracht ist, andererseits aber auch das NATIONAL MUSEUM & GALLERY OF WALES. Drumherum gibt's auch noch ein paar hübsche Parks, wie zum Beispiel die ALEXANDRA GARDENS, aber herkommen tut man hier vor allem für das exzellente Museum. Das Museum ist groß, man sollte sich also ruhig einen Tag dafür Zeit nehmen, und man sollte die Verpflegung nicht vergessen... es ist übrigens auch kostenlos! Geboten werden Abteilungen über Geologie (Wales im Lauf der Jahrmillionen), Biologie (mit einem kompletten Walskelett), Archäologie (mit sehr vielen interessanten Exponaten, interaktiven Lernmöglichkeiten und imposanten Filmen), sowie über Kunst in allen ihren Formen, von kitschigen Porzellanpüppchen bis hin zu Gemälden der großen Künstler (impressionistisch und post-impressionistisch, wie mir mein Reiseführer mitteilt... aha. Naja, ich hab von Kunst ganz ehrlich seeehr wenig Ahnung).
Links vom Castle, bzw zwischen Bahnhof und Castle, findet man... naja, kann man gar nicht übersehen: das MILLENIUM STADIUM. Ein Wahnsinnsklotz. (Bild) Bietet 72500 Menschen Platz, also könnte sich rein theoretisch ungefähr ein Drittel aller Einwohner Cardiffs darin aufhalten. Muss ein sehr interessantes Erlebnis sein, an einem Spieltag (entweder Rugby oder Fußball) in Cardiff zu weilen, denn offenbar hallen dann die Fan-Gesänge über die ganze Stadt. Schade, dass ich das (noch) nicht erleben durfte.
Alle sonstigen Sehenswürdigkeiten der Stadt konnte ich leider noch nicht selbst unter die Lupe nehmen, aber man hört munkeln, dass CARDIFF BAY einen Abstecher wert ist - war früher wohl eher eine Art mieses Schlammloch, aber jetzt wird hier das National Assembly for Wales inmitten von schicken Restaurants seine Heimstatt finden. Und das wird ja schon was heißen wollen.
RUND UM CARDIFF - auch hierbei muss ich mich auf die in meinem Reiseführer beschriebenen Erfahrungen berufen - aber da ich nicht alles haarklein wiederzukäuen gedenke, werd ich mal nur das hier aufzählen, was mir persönlich äußerst interessant erscheint.
Zum einen wäre das das MUSEUM OF WELSH LIFE in einem Örtchen namens St Fagans, vier Meilen westlich von Cardiff. Kostet nicht gerade wenig, aber ist ja auch personalintensiv - es ist nämlich eines jener Museen, in denen echte Menschen echte alte Handarbeiten in echten alten Häusern vorführen.
Im RHYMNEY VALLEY nördlich von Cardiff kann man einen netten kleinen Spaziergang (47 km) namens Rhymney Valley Ridge Walk machen, im Rahmen dessen man dann auch noch das CAERPHILLY CASTLE, das größte Castle von Wales, besuchen. Klingt aber nicht so, als wär's ein Riesenkracher. Dennoch, das Rhymney Valley würd ich schon ganz gerne mal sehen, denn darüber gibt's einen Song "Coal Not Dole/The Bells of Rhymney", unter anderem dargeboten von The Oysterband, und der ist so schön traurig... so schön Bergarbeiter-solidarisch... und wo ich doch ein Mädel aus dem Kohlenpott bin...
zur Ortsauswahl
nach oben
PORTHMADOG - Porthmadog (sprich: Portmadock) anundfürsich ist eigentlich nichts wahnsinnig besonderes, aber es ist eine super Basis für Ausflüge in die Umgebung.
In direkter Umgebung kann man erstmal schöne Spaziergänge machen, und auch ein paar kleinere Hügel erklettern, das Meer in allen seinen Formen nutzen etc. Was Tagesausflüge betrifft, so kann man beispielsweise mit einem der kleinen Züge der FFESTINIOG RAILWAY Richtung Blaenau Ffestiniog (sprich ungefähr: Blenei Festiniog) (dazu später noch mehr) fahren, am Bahnhof Minffordd aussteigen und weiter zum Örtchen PORTMEIRON laufen. Mit irgendeinem Bus oder dem Auto kommt man natürlich auch hin. Portmeiron ist eine der Sehenswürdigkeiten, die ich leider nicht mehr in meinem Zeitplan unterbringen konnte, die ich aber irgendwann auf jeden Fall mal sehen will, bin ich doch (in gewissem Maße) ein Kitsch- und vor allem "bunte Häuser"-Fan. Und genau das gibt es in Portmeiron zu sehen: kitschige Idylle mit bunten Häuschen, schönen Gärten, teuren Hotels... offenbar kostet das Ganze auch etwas Eintritt, aber da der ja Änderungen unterworfen sein kann, nenne ich mal keine Details. Sagen wir mal einfach, es kostet etwa so viel wie ein Kinobesuch. Ich denke, diesem Ausflug sollte man schon einen kompletten Tag widmen, zumindest bei gutem Wetter, denn wie man so hört, sind auch hier schöne Spaziergänge möglich.
Eine andere Möglichkeit für einen Tagesausflug sind die schmucken Dörfchen im Gebiet des Nationalparks Snowdonia, allen voran BEDDGELERT (sprich ungefähr: Bethgellert). Hier kann man nun mehrere Dinge tun. Erstens: Man kann ein mächtig leckeres, hausgemachtes Eis bei Glaslyn Ices essen. Zweitens: Man kann sich eventuell ein Mountainbike bei Beics Beddgelert mieten, um fortan den Transport leichter zu machen. Drittens: Man kann die Sygun Copper Mine besuchen und besichtigen. Viertens: Man kann sich die Umgebung begucken, und dabei z.B. auch einen Hügel samt uralten Burgruinen namens Dinas Emrys erklimmen, unter dem der Sage nach der berühmte rote Drache von Wales mit dem weißen Drachen der Sachsen kämpft. (Bilder)
Übrigens kann man theoretisch gut mit den sogenannten Sherpa Bussen durch Snowdonia kreuzen - das Problem ist nur, mir ist in einem dieser Busse so dermaßen speiübel geworden, dass ich einer weiteren Nutzung nur sehr widerstrebend zustimmen würde...
zur Ortsauswahl
nach oben
BLAENAU FFESTINIOG - wie oben schon erwähnt, fährt von Porthmadog aus eine Schmalspureisenbahn, die Ffestiniog Railway, bis zum Bergörtchen Blaenau Ffestiniog. Diese Fahrt lohnt sich einerseits, weil die größtenteils dampfbetriebenen Bahnen (Dieselloks werden nur früh morgens und spät abends eingesetzt) auf kurvigen Ruckelstrecken etwa 1 1/4 Stunden durch herrliche Berg- und Tallandschaften zuckeln (Bilder), und zweitens, weil man in Blaenau Ffestiniog die LLECHWEDD SLATE MINES anschauen kann. Diese mittlerweile stillgelegten Schieferminen können im Rahmen zweier verschiedener Führungen von Touristen besichtigt werden. Die erste Tour namens Miners' Tramway besteht größtenteils aus Fahrten in der Grubenbahn, wobei gelegentlich unterwegs ausgestiegen wird, um sich Vorträge über die Abbautechniken und die Bedingungen unter Tage anzuhören. Lebensgroße Puppen samt Werkzeug dienen dabei als Illustration. Die zweite, etwas längere Tour heißt Deep Mine Tour. Hierbei muss man ziemlich viel laufen, und mitunter auch lange Treppen hinauf- und hinabsteigen. Die Deep Mine Tour ist auch deutlich aufregender als der Miners' Tramway, da hier stark mit Lichteffekten gespielt wird (d.h. man steht auch schon mal für mehrere Sekunden im Stockdunkeln, bevor dann Lichter in verschiedenen Funktionen aufleuchten (verschiedene Funktionen heißt, mal geht's nur drum, die Aufmerksamkeit der Besucher auf einen bestimmten Teil des Raumes zu lenken, mal soll's einfach nur richtig hübsch aussehen)). Unter anderem kann man hier auch einen farbig angestrahlten unterirdischen See und einige richtig schön beeindruckende Felshallen bestaunen. (Bilder)
Ich empfehle auf jeden Fall, beide Touren zu machen, allerdings geht dabei locker ein ganzer Tag drauf.
Erstmal muss man die 1 1/4 Stunden Anfahrt mit der Ffestiniog Railway einrechnen, dann noch ca eine halbe Stunde Fußweg vom Bahnhof zur Mine (Richtung Betws-y-Coed). Pro Tour kommen noch zwischen 30 und 90 Minuten Wartezeit hinzu (ganz recht, es ist halt wie im Freizeitpark - Schlangestehen, Schlangestehen, Schlangestehen...), und dann noch ca 20 Minuten Dauer der Miners' Tramway Tour und ca 25 Minuten für die Deep Mine Tour.
Allzusehr trödeln sollte man zwischendrin nicht, denn der letzte Zug Richtung Porthmadog fährt im Zweifelsfall schon zwischen 17 und 18 Uhr in Blaenau Ffestiniog ab! Und auch hier muss man natürlich an den recht langen Fußweg zwischen Mine und Bahnhof denken.
Theoretisch kann man, wenn man die Zeit noch hat, auch noch das Miners' Village besuchen, wo man verschiedene Souveniers und nostalgische Süßigkeiten kaufen kann. Desweiteren besteht die Möglichkeit, Teilstrecken der Eisenbahnlinie zu Fuß zurückzulegen, allerdings bin ich mir nicht sicher, ob das an einem einzigen Tag zusammen mit der Besichtigung der Minen unter einen Hut zu bringen ist.
Ich sollte wohl noch hinzufügen, dass sowohl die Bahnfahrt als auch die Besichtigung der Minen ganz schön zu Buche schlagen - ungefähr 14 Pfund habe ich für die Hin- und Rückfahrkarte bezahlt, sowie 10 Pfund (ermäßt) für die Minentouren. Wenn man beide Touren machen will, sollte man übrigens die Tickets auf einen Schlag kaufen, denn im Paket sind sie billiger. Und nun, zu guter Letzt, sei noch gesagt, dass sich das Ganze trotz der horrenden Kosten wirklich lohnt. Finde ich jedenfalls.
zur Ortsauswahl
nach oben
MOUNT SNOWDON - Es gibt eine sehr schöne Postkarte über den Mount Snowdon (und ich ärgere mich sehr, dass ich sie bei Gelegenheit nicht gekauft habe). Darauf ist der Berg abgebildet, und alle möglichen Wege, ihn zu bezwingen - als Überschrift steht da sowas wie: "I went up Mount Snowdon...", und dann kann man ankreuzen "...by train", "...over the Watkin Path", "...over the Rhyd Ddu Path", "...over the Miner's Track", "...over the Llanberis Path", "...over the Snowdon Ranger Path", "...over the Snowdon Horseshoe" oder "...well, almost". Neben der letztgenannten Auswahlmöglichkeit sieht man ein kleines, zufrieden grinsendes Männchen auf halber Berghöhe im Gras liegen und sich sonnen. Das hätte ich sein können.
Für meinen "Aufstieg" wählte ich den Watkin Path, den gefährlichsten und anspruchsvollsten aller möglichen Wege... *das Publikum schweigt in ehrfürchtigem Staunen*... effektiv bin ich aber nie über den absolut familientauglichen ersten Teil des Pfades hinausgekommen (Bilder), ich war vielmehr entschlossen, Gebirgsbachtourismus zu betreiben, d.h. mir ein hübsch plätscherndes Gewässer zu suchen, und an seinem Ufer die Seele baumeln zu lassen. Hierfür ist der Watkin Path hervorragend geeignet (und das wissen auch etliche Familien, die die Landschaft an schönen Ferientagen mit ihrer Anwesenheit schmücken). Schon nach knapp einer Stunde des Wanderns auf leicht gehobenem Spaziergängerniveau kommt man an einen Gebirgsbach wie aus dem Bilderbuch. Man kann dort auch schwimmen, also Badezeug nicht vergessen! (Bilder)
Wer wirklich bis auf den Gipfel des Mount Snowdon will, für den gibt es, wie oben schon angedeutet, mehrere Möglichkeiten - man kann es sich ganz einfach machen, und in Llanberis in die Snowdon Mountain Railway einsteigen. Das kostet etwa 18 Pfund (hin und zurück) und dauert soweit ich weiß rein fahrtmäßig ca fünf Stunden. Selbstverständlich ist dieser Weg nur was für Loser und Fußkranke ;oP.
Wer bergsteigermäßig was auf sich hält, wählt einen der oben bereits genannten Pfade: der einfachste und anscheinend auch langweiligste ist der Llanberis Path (Startpunkt logischerweise Llanberis), der im Prinzip an der Eisenbahnlinie entlangführt. Ebenfalls einfach und zudem am kürzesten ist der Snowdon Ranger Path, der am Snowdon Ranger Hostel bei Beddgelert startet. Zwei weitere, etwas schwierigere Wege, starten am Pen-y-Pass-Hostel - der Pyg Track und der Miner's Track. Der Rhyd Ddu Path scheint nicht sehr lohnenswert zu sein und wird wenig genutzt. Startpunkt ist irgendwo an der Straße zwischen Beddgelert und Caernarfon. Zu guter Letzt gibt es eben noch den Watkin Path, und der dauert mit etwa sieben Stunden nicht nur rund zwei Stunden länger als die meisten anderen Wege, er verlangt im oberen Teil auch richtiggehend Bergsteigererfahrung und auf jeden Fall ein gewisses Maß an angemessener Ausrüstung (mit anderen Worten: wage dich mit Turnschuhen und ohne warme Klamotten auf diesen Weg, und du bist tot). Der Watkin Path geht los in Nant Gwynant, an der Sherpa-Bushaltestelle Pont Bethania (kleine Warnung am Rande: so furchtbar oft kommt der Bus nicht...). Dort gibt es einen mittelgroßen Parkplatz samt einer kleinen Brücke (darum auch das Pont in Pont Bethania) die sich über einen kleinen Fluss spannt. Kann man gut nach langer Wanderung die Füße drin abkühlen. Das Ganze liegt etwa drei Meilen nordöstlich von Beddgelert - zur Not kann man auch hinlaufen, dauert etwa eine Stunde (in meinem Gehtempo jedenfalls). Landschaftlich lohnt sich das auf jeden Fall, aber es ist definitiv nicht ganz ungefährlich, an der Straße langzugehen...
Zu jeder Snowdon-Route gibt es eine kleine Broschüre mit einer groben Karte und einer Beschreibung des Wegverlaufs, komplett mit Hinweisen auf Gefahrenzonen etc. Ob diese Broschüren allerdings als Kartenmaterial ausreichen... keine Ahnung. Besser Experten vor Ort fragen.
zur Ortsauswahl
nach oben
P.S.: Die hübschen kleinen Grafiken 

... auf dieser Seite sind nicht von mir gemacht, sondern von hier kopiert!